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Elektronik-Riese: Hitachi-Verluste immer gigantischer

Einbrüche in der Chip-, der Auto- und der Elektronikbranche haben dem japanischen Konzern Hitachi im dritten Jahr in Folge einen Riesen-Verlust beschert. Mit knapp sechs Milliarden Euro war es das dickste Minus eines produzierenden Unternehmens in Japan jemals.

Japans größter Elekronikhersteller Hitachi hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordverlust hinnehmen müssen. Der Fehlbetrag zum Bilanzstichtag 31. März belief sich auf 787 Milliarden Yen (5,9 Milliaden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in Tokio bekanntgab. Noch kein japanischer Konzern aus dem produzierenden Gewerbe hat jemals zuvor einen derart hohen Verlust verzeichnet. Allein im abgelaufenen Quartal lag das Minus bei 3,24 Milliarden Euro. Grund für die Geschäftsentwicklung seien Einbrüche in der Chip-, in der Auto- und in der Elektronikbranche, erklärte Hitachi.

Hitachi steckt im nunmehr dritten Jahr in der Verlustzone. Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich der Konzern ebenfalls pessimistisch. Es müsse mit einem Nettoverlust von 2,03 Milliarden Euro gerechnet werden. Analysten waren im Schnitt von einem weniger als halb so großen Verlust ausgegangen.

Auch der japanische Autohersteller Nissan fuhr in die roten Zahlen. Der weltweite Absatz-Rückgang habe dem Unternehmen im Zeitraum von Januar bis März einen operativen Verlust von rund 1,7 Milliarden Euro eingebrockt, teilte Nissan am Dienstag in Tokio mit. Das Minus liegt allerdings unter den Schätzungen des Managements. Ein Jahr zuvor hatte Nissan noch einen Gewinn von 1,6 Milliarden Euro verbucht.

Für das laufende Geschäftsjahr zeichnete Nissan, das nach Toyota und Honda der drittgrößte Autobauer in Japan ist und zu 44 Prozent dem französischen Autohersteller Renault gehört, ebenfalls ein trübes Bild. Es werde mit einem operativen Verlust von 755 Millionen Euro gerechnet, erklärte der Konzern.

Reuters/DPA/AP / AP / DPA / Reuters