Energiepreise Eon will Preise drastisch erhöhen


Für viele Verbraucher wird Energie demnächst erheblich teurer werden. Der Konzern Eon hat am Vormittag angekündigt, dass er seine Preise für Strom und Gas zum Januar 2008 drastisch erhöhen wird. In manchen Teilen Deutschlands soll Energie um knapp zehn Prozent teurer werden.

Die Kritik an der vermeintlichen Selbstbedienungsmentalität der großen deutschen Energieversorger scheint die Konzerne wenig zu jucken. Am Montag hat Deutschlands größter Energiekonzern Eon angekündigt, dass er zum Jahresbeginn 2008 die Strom- und Gaspreise deutlich anheben will. Die Strompreise der sieben Eon-Regionalversorger steigen in der Grundversorgung zum Jahreswechsel zwischen 7,1 Prozent bei Eon Hanse bis zu 9,9 Prozent bei Eon Bayern.

Eon-Chef hatte Öffentlichkeit im September vorgewarnt

Überraschen kann die Preiserhöhung nicht. Bereits im September hatte Eon-Chef Wulf Bernotat gesagt, dass die Verbraucherpreise seiner Einschätzung nach steigen würden. Der "Bild"-Zeitung sagte Bernotat: "Für das, was Strom an Lebensqualität bietet, ist Strom eigentlich zu billig, wenn wir ehrlich sind." Er fügte hinzu: "Die Zeiten von billiger Energie sind wahrscheinlich vorbei. Der weltweite Bedarf steigt deutlich während das Angebot nicht entsprechend mitwächst. Deshalb werden die Preise längerfristig weiter steigen. Das gilt für Öl, Gas, Kohle und damit auch für Strom. Die Frage ist nur, mit welchem Tempo die Preise steigen." Bernotat ergänzte: "Die Kosten für den Klimaschutz, der dringend notwendig ist, verteuern Energie für den Verbraucher zusätzlich."

Im Schnitt zwischen vier und sechs Euro mehr pro Monat

Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden stiegen die monatlichen Stromkosten dadurch um etwa 4,30 Euro bis etwa 5,80 Euro, wie der Düsseldorfer Konzern am Montag ankündigte.

Bei Gas liegen die Steigerungsraten in der Grundversorgung zwischen 3,4 Prozent bei Eon Thüringer Energie und 8,8 Prozent bei Eon Westfalen Weser. Dies entspreche bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 25.000 Kilowattstunden in etwa einer monatlichen Mehrbelastung zwischen 4,96 Euro und 11,40 Euro.

Eon hat bundesweit bei Strom sieben Millionen Haushaltskunden und bei Gas 1,2 Millionen Haushaltskunden.

DPA DPA

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