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FINANZDIENSTLEISTER: Merrill Lynch will bis zu 10.000 Jobs streichen

Bereits vor den September-Terroranschlägen verbuchte das Investmenthaus rückläufige Geschäftszahlen. Jetzt muss gespart werden - auch bei den Standorten.

Das US-Investmenthaus Merrill Lynch plant nach Informationen des »Wall Street Journals« eine der größten Umstrukturierungen in seiner 86-jährigen Geschichte. Weltweit sollen bis zu 10.000 Stellen gestrichen werden. Das entspricht etwa 15 Prozent der 68.200 Mitarbeiter, schreibt die Zeitung unter Berufung auf leitende Mitarbeiter des Konzerns. Die Umstrukturierungen würden das Ergebnis einmalig um eine Milliarde US-Dollar belasten.

Wie die Zeitung weiter schreibt, wird unter der Ägide des neuen Merrill-Lynch-Präsidenten E. Stanley O? Neal unter anderem geprüft, ob das Geschäft in Japan, Kanada, Australien und Indien entweder völlig eingestellt oder drastisch eingeschränkt wird. Auch das Geschäft im Heimatland USA, darunter die Vermögensverwaltung, steht angeblich auf dem Prüfstand.

Insgesamt sucht das Management nach Einsparungsmöglichkeiten zwischen 1,4 und 1,7 Milliarden Dollar, heißt es. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen, auch gibt es kein vorgegebenes Ziel für eine weltweite Stellenreduzierung. Merrill Lynch verbuchte bereits vor den Terroranschlägen des 11. September rückläufige Geschäftszahlen vor allem im Brokerage. Die Anschläge hatten das Geschäft weiter belastet.

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