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Finanzmärkte: Dax bricht erneut ein

Zum Handelsbeginn setzen die New Yorker Börsen den Abwärtstrend fort. Der Dow-Jones-Index brach ein und zog den Dax mit in die Tiefe.

Die New Yorker Börsen setzen ihre Talfahrt fort und starten mit Verlusten von mehr als zwei Prozent in den Handel. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab um knapp fast 2,3 Prozent auf 10.986 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 fiel 2,3 Prozent auf 1145 Zähler. Der technologieorientierte Nasdaq verlor 2,2 Prozent auf 2426 Zähler.

Nach der schwachen Eröffnung der Wall Street erwischt es auch den Dax heftig: Der Aktienindex weitet seine Verluste zeitweise auf bis zu sechs Prozent aus. Mittlerweile pendelt er sich bei 3,5 Porzent ein. Auch die meisten übrigen europäischen Indizes rauschten tiefer ins Minus: der französische CAC40 verlor bis zu drei Prozent, der italienische Mib bis zu 4,6 Prozent. Parallel tauchten auch die Aktienkurse der italienischen und französischen Banken tiefer ab. Societe Generale, BNP und die italienischen Institute Unicredit und Intesa Sanpaolo weiteten ihre Verluste auf bis zu 18,7 Prozent aus.

Der Euro notierte mit 1,4235 Dollar über einen US-Cent niedriger als am Vorabend, der Bund-Future weitete seine Gewinne um bis zu 1,49 Punkte auf 133,90 Zähler aus.

Immer noch Bestnoten für Frankreich

Der Handel wurde von der Sorge um die schwächelnde US-Konjunktur und die Schuldenkrise der weltgrößten Volkswirtschaft geprägt. Die US-Notenbank Fed hatte zwar am Dienstag mit ihrer Zusage, die Zinsen in den kommenden zwei Jahren niedrig zu halten, für eine späte Rally an der Wall Street gesorgt. Die Erklärung der Zentralbank unterstrich aber auch die Anfälligkeit der US-Wirtschaft und deutete für die unmittelbare Zukunft auf schwankungsanfällig Märkte. "Wir sind ganz eindeutig in einer extrem volatilen Phase", sagte Paul Mendelsohn von Windham Financial Services die Lage.

Die Ratingagenturen Fitch und Moody's bekräftigten unterdessen ihre Bestnoten und einen stabilen Ausblick für Frankreich. Standard & Poor's hatte das schon am Vortag getan. Zuvor waren Gerüchte über eine angebliche Abstufung Frankreichs aufgekommen.

ins/Reuters / Reuters