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Fit Taste: Dieses Start-up aus "Die Höhle der Löwen" ist insolvent

Fertigessen für Sportler - damit konnte das Start-up Fit Taste in der Höhle der Löwen den Investor Frank Thelen locken. Nun ist die Firma insolvent.

Wie können sich Sportler unkompliziert und einfach ernähren? Auf diese Frage glaubt das Start-up Fit Taste eine Antwort gefunden zu haben. Das Unternehmen versendet Fertiggerichte - und konnte mit diesem Konzept auch den Investor Frank Thelen in der Sendung "Die Höhle der Löwen" überzeugen. 300.000 Euro steckte Thelen in das Unternehmen. Fit Taste musste nun beim Amtsgericht Trier einen Insolvenzantrag stellen, berichtet "Gründerszene". 

Als Ursache für die Probleme äußert Gründer Konstantin Ladwein ein zu schnelles Wachstum. Investitionen hätten "nicht in jedem Fall zum erwünschten Erfolg geführt" und seien "nicht mehr durch das laufende Tagesgeschäft zu revidieren", so der Gründer. Die Bestellungen der Kunden würden aber weiterhin bearbeitet und auch ausgeliefert. Ziel der Insolvenz sei es, das Unternehmen zu sanieren und zukunftsfähig zu machen. 

"Die Höhle der Löwen": Fittaste im Test: So schmeckt das Fertigessen für Sportler
Fittaste im Test

Die Fittaste-Gerichte kommen gut gekühlt im Karton. Nach Lieferung müssen die Gerichte direkt in den Kühlschrank, die Kühlakkus in der Lieferung können wiederverwendet werden. 


Fit Taste ist insolvent

Fit Taste liefert Fertiggerichte für sportlich Aktive, eine Mahlzeit kostet zwischen sieben und zehn Euro. Um schneller wachsen zu können, wurde eine Großküche für rund eine Million Euro gebaut. Doch diese Investition scheint sich nicht gerechnet zu haben. "Es ist wirklich hart, aber es war eine komplette Fehlentscheidung", sagt Investor Thelen zu "t3n". Das Problem: Bei den enormen Mengen sei es nicht mehr möglich gewesen, in der angestrebten Qualität zu produzieren. Also übernahmen wieder externe Küchen.

Das Investment in die eigene Großküche war also ein Flop. Frank Thelen hatte im Zuge der DHDL-Show 25 Prozent der Firma für 300.000 Euro übernommen, im vergangenen Jahr stockte er seine Anteile auf 33 Prozent auf. "Als VC-Investor müssen wir damit rechnen, dass einige unserer Portfolio-Unternehmen nicht das eingesetzte Kapital zurückspielen", so Thelen zur "Gründerszene". 

Es ist nicht die erste Pleite eines DHDL-Unternehmens. 2018 musste Popcornloop einen Antrag auf Insolvenz stellen. Auch Rubberbüx, eine wasserdichte Latzhose für Kinder, konnte sich zwar einen Deal in der Sendung 2017 sichern. Im Frühjahr 2019 war das Unternehmen pleite.

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