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General Motors: Mehr als sechs Opel-Interessierte

General Motors hat für den deutschen Autobauer Opel eine ganze Reihe von möglichen Investoren ausgemacht. GM-Chef Fritz Henderson bestätigte, dass der amerikanische Opel-Eigner Verbindung mit mehr als einem halben Dutzend potenzieller Käufer aufgenommen hat.

Der krisengeschüttelte US-Autobauer General Motors (GM) sieht die Investorensuche für sein Europa-Geschäft mit der deutschen Tochter Opel gut vorankommen. Es gebe mehr als sechs Interessenten, sagte GM-Chef Fritz Henderson am Freitag. Unter ihnen sind Finanzinvestoren und Unternehmen aus der Autoindustrie, die derzeit auch vertraulichen Einblick in die Bücher bekommen. "Dieser Prozess ist angelaufen", sagte Henderson.

Das Geschäft von GM in Europa - das zu vier Fünftel aus Opel besteht - laufe besser als erwartet, sagte Henderson. Die Abwrackprämie in Deutschland und der Erfolg des neuen Opel Insignia spielen dabei eine wichtige Rolle. "Die Liquiditätsprobleme in Europa, die wir erwartet hatten, stellen sich nun eher Ende als Anfang des zweiten Quartals." Das würde GM länger Zeit geben, um eine Lösung zu finden.

Merkel sagt Unterstützung zu

Opel will sich weitgehend von der US-Mutter abkoppeln und sucht Investoren für eine eigenständige europäische Aktiengesellschaft, an der GM nur eine Minderheitsbeteiligung halten soll. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zugesagt, einen Investor mit Bürgschaften zu unterstützen. Eine Staatsbeteiligung lehnt sie aber im Gegensatz zum Koalitionspartner SPD ab.

Die US-Regierung hat der Opel-Mutter GM für einen endgültigen Sanierungsplan ein Ultimatum bis Ende Mai gestellt. Bislang erhielt der Autobauer 13,4 Milliarden Dollar an Staatshilfen. GM fordert zudem von den europäischen Staaten, in denen Opel und die britische Schwester Vauxhall Standorte haben, Hilfen von insgesamt 3,3 Milliarden Euro.

DPA/Reuters / DPA / Reuters