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Geplanter Börsengang: Zalando hofft auf Einnahmen in Millionenhöhe

Startschuss bei Zalando: Der Onlineversandhändler will an die Börse - und das nicht ohne Grund. Mehr als 600 Millionen Euro soll der Schritt einbringen.

Will an der Börse durchstarten: der Onlineversanhändler Zalando

Will an der Börse durchstarten: der Onlineversanhändler Zalando

Der Online-Modehändler Zalando hat den Startschuss für seinen mit Spannung erwarteten Börsengang gegeben. Seit heute werden privaten Anlegern in Deutschland und Luxemburg die Aktien zu einem Preis von 18 bis 22,50 Euro angeboten, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt wolle das Unternehmen zwischen 507 und 633 Millionen Euro einnehmen. Der Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse soll demnach offiziell am 1. Oktober beginnen.

Zalando will mit dem Börsengang sein Kapital erhöhen und platziert 11,3 Prozent des Unternehmens an der Börse. Werden durch den Börsengang 633 Millionen Euro eingenommen, wäre der Online-Händler hochgerechnet 5,6 Milliarden Euro wert. Die aktuellen Gesellschafter - darunter auch der Fonds der Samwer-Brüder, Global Founders, der 17 Prozent am Unternehmen hält - wollen ihre Anteile behalten. Mit dem Geld der Samwers war Zalando einst aufgebaut worden. Den Samwer-Brüdern gehört die Start-up-Schmiede Rocket Internet, die ebenfalls an die Börse strebt.

Größter Zalando-Teilhaber ist die schwedische Investment-Gesellschaft Kinnevik mit 36 Prozent. Zu den Anteilseignern zählen außerdem der dänische Unternehmer Anders Holch Polvsen, der Fonds DST Europe sowie die Beteiligungsgesellschaft der Holtzbrinck-Gruppe. Zalando hatte den Börsengang Anfang September offiziell angekündigt. Im Jahr 2008 nach dem Modell des US-Versandhändlers Zappos gegründet, ist das Unternehmen heute der nach eigenen Angaben größte europäische Online-Händler für Schuhe und Mode. Zalando ist mittlerweile in 15 europäischen Ländern vertreten.

she/AFP / AFP