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GM-Pleite: Insolvenz-Gericht genehmigt weitere Milliarden

Kleine Hoffnungsschimmer für den insolventen US-Autoriesen General Motors: Ein Gericht hat für die kommenden drei Wochen eine Finanzspritze der amerikanischen Regierung in Milliardenhöhe genehmigt. Und auch der Verkauf der unrentablen Geländemarke Hummer steht offenbar unmittelbar bevor.

Ein amerikanisches Gericht hat eine sofortige Finanzspritze der US-Regierung für den insolventen Autobauer General Motors in Höhe von 15 Milliarden Dollar (rund 10 Milliarden Euro) genehmigt. GM hatte am Montag Insolvenz angemeldet. Mit der jetzt für die kommenden drei Wochen genehmigten Summe soll unter gerichtlicher Aufsicht die Restrukturierung vorangetrieben werden.

Das Gericht genehmigte außerdem vorläufig eine Gesamtsumme von 33,3 Milliarden Dollar für das Unternehmen. Endgültig soll darüber am 25. Juni entschieden werden. Eine Anhörung zu den Verkäufen von GM-Tochterunternehmen und Konzernteilen wurde für den 30. Juni angesetzt.

Die GM-Pleite ist der größte Bankrott in der Geschichte der US-Industrie. Dem Vernehmen nach sollen der Umstrukturierung rund 21.000 Arbeitsplätze bei dem Konzern zum Opfer fallen, das ist rund ein Drittel der Belegschaft.

Die US-Regierung übernimmt nun die Mehrheit an dem taumelnden Industriegiganten. Präsident Barack Obama versprach GM am Montag noch einmal 30 Milliarden Dollar (21 Milliarden Euro) Hilfe. Der Autobauer hat bislang bereits fast 20 Milliarden Dollar Staatshilfe von Washington erhalten.

Unterdessen hat General Motors einem Zeitungsbericht zufolge einen Käufer für seine Geländewagenmarke Hummer gefunden. GM werde den vorläufigen Abschluss an diesem Dienstag bekanntgeben, berichtete das "Wall Street Journal" im Internet unter Berufung auf informierte Personen. Den Namen des Käufers und den Preis wolle GM aber vorerst nicht nennen.

Ohne eine gesicherte Übernahme stünde die Marke Hummer im seit Montag laufenden GM-Insolvenzverfahren wohl bald vor dem Aus, so die Zeitung weiter. General Motors sucht bereits seit Langem einen Käufer für Hummer sowie auch für die US-Marke Saturn und die schwedische Tochter Saab.

DPA/AP / AP / DPA