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Finanzkrise in Griechenland: Die Schuldentricks der Polit-Profis

Was nicht passt, wird passend gemacht - das scheint das Motto zur Krise in Griechenland zu sein: Wie sich die Euroretter um Angela Merkel die Lage in Athen schönrechnen.

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble sitzen im Bundestag

Bekommt Griechenland Finanzhilfen oder nicht? Angela Merkel und Wolfgang Schäuble nach Wegen aus der Krise. 

Als der finnische Finanzminister Alexander Stubb jüngst zur Griechenlandkrise befragt wurde, benutzte er einen ungewöhnlichen Begriff: „Wir stecken in einer Catch-22-Lage.“ „Catch 22“, das ist ein US-Roman aus dem Jahr 1961. In dem Buch wollen sich Kampfpiloten um Einsätze drücken, aber eine Regel, Catch 22, hindert sie. Um einen Flug zu vermeiden, müssen sie verrückt sein und verlangen, nach Hause geschickt zu werden. Wer aber im Krieg nach Hause will, kann nicht verrückt sein – also müssen die Piloten fliegen. Im Englischen wurde Catch 22 zu einem Wort für „Dilemma“. Womit wir bei Europa wären.

Die Europäer zelebrieren derzeit ein absurdes Theater rund um Griechenland. Angela Merkel will, dass sich der Internationale Währungsfonds (IWF) am vereinbarten Hilfspaket beteiligt, doch der möchte das nur, wenn die Europäer den Griechen großzügig Schulden erlassen, am besten mit einem Schuldenschnitt. Das aber lehnt Merkel ab. Und nun?

Griechenland kann ja später zahlen

Nun wird getrickst, Europas Lieblingsdisziplin in der Eurokrise. Schon als das Paket vor ein paar Wochen entstand, ging es zu wie an der Wursttheke, Motto: Dürfen es ein paar Milliarden mehr sein? Von anfangs 20 Milliarden kletterte die Summe auf 86 Milliarden Euro. Und ob das reicht, weiß keiner. Nur dass der Kreditberg wächst, sieht jeder. Daher hübschen die Euroretter nun die Schulden auf. Die Realität soll, bitte sehr, nicht ihre schöne Rettung versauen.

Der billigste Trick ist die Stundung. Die Griechen könnten das geliehene Geld ja einfach später zurückzahlen. Vom Euro-Rettungsschirm EFSF bekommen sie seit fünf Jahren Kredit, leisten aber weder Zins noch Tilgung. Erst ab 2023 wollen sie abstottern, vielleicht, so reden einige bei den Gläubigern, wird es nun auch erst 2028 oder gar 2033.

Ewig geht das natürlich nicht, die Kredite lösen sich ja nicht in Luft auf. Gott sei Dank gibt es noch den Laufzeitentrick. Die Darlehen von EFSF und ESM, dem zweiten Euro-Rettungsschirm, laufen derzeit im Schnitt 32,5 Jahre. Warum nicht 40 Jahre? Mit einer gestreckten Laufzeit würden die Schulden bleiben, aber die jährliche Last würde gesenkt. Faktisch wirkt es wie ein Schuldenschnitt – nur nennt das keiner so. Also lieber gleich 50 Jahre? Oder 60? Wird alles diskutiert. Wobei Finanzminister Wolfgang Schäuble nicht alles mitmachen will. „100 Jahre wären nicht sehr überzeugend.“

Hat die EZB noch Geld unterm Kissen?

Nicht zu vergessen ist auch der Geldsacktrick. Wer lange genug sucht, findet in Europa ja immer ein paar Milliarden. Sieben Milliarden Euro etwa verstauben bei der Europäischen Zentralbank, weil die mit günstigen griechischen Staatsanleihen einst Gewinn gemacht hat. Den müsste sie den Eurostaaten überweisen. Erhalten könnten ihn auch die Griechen allein. Wäre doch irgendwie gerecht, oder?

Der größte Trick aller Zeiten aber ist der Statistiktrick. Warum nicht den Schuldenberg einfach anders messen als bisher? Fünf Jahre lang riefen die Euroretter: Schaut auf die Schuldenstandsquote! Sie zeigten Kurven, setzten die Staatsschulden ins Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) und sagten: Je höher die Quote, desto schlimmer. Mehr als 120 Prozent, so hieß es, gehen eigentlich gar nicht – sonst lähmen die Schulden das Land. Wie gesagt: eigentlich. Bei den Griechen ging immer mehr. Die Quote kletterte von 109 Prozent zu Beginn der Krise immer höher, Ende dieses Jahres wird sie vermutlich 200 Prozent erreichen. Eigentlich müsste also ein Schuldenschnitt her.

Christine Lagarde: „Eine Debatte um einen Schuldenerlass hat es nie gegeben.“

Was da hilft? Anders rechnen. Die Kanzlerin sagte neulich: Bei Griechenland solle man „nicht so einfach auf die 120 Prozent starren“, entscheidender sei die „tatsächliche Belastung“. Gut, dass ESM-Chef Klaus Regling bereits vor einiger Zeit eine neue Größe eingefallen ist: der – Simsalabim! – Brutto-Finanzierungsbedarf. Der zeigt, wie viel ein Staat von seinem BIP abzweigt, um laufende Schulden zu bezahlen. Eine Quote von 15 Prozent gilt als tragbar, haben Experten berechnet. Der Zufall: Griechenland soll diesen Wert 2017 erreichen. Praktisch, oder? Findet auch Merkel: „15 Prozent könnten ein Maßstab sein“, sagt sie.

Wie leicht sich alles schönrechnen lässt! Glaubwürdiger wird Merkel mit diesen Winkelzügen nicht, aber wie sagt sie so schön: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Finanziell betrachtet ist der Schaden überschaubar. Bisher haben die Euroländer keinen Cent nach Athen überwiesen, sondern vor allem gebürgt. Nun bürgen sie etwas mehr. Und der IWF? Dessen Chefin Christine Lagarde sagt: „Eine Debatte um einen Schuldenerlass hat es nie gegeben.“ Tricksen wirkt offenbar.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(