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Ebay: Irrer Hype: Der Skandal-Hoodie von H&M wird für bis zu 1600 Euro verkauft

Mit dem "Coolest Monkey"-Pulli sorgte der schwedische Textilkonzern H&M für einen Skandal - und nahm den Hoodie vom Markt. Bei Ebay versuchen nun Verkäufer damit Kasse zu machen.

Es war der bislang schlimmste Shitstorm, der den schwedischen Textilkonzern H&M traf: Ein dunkelhäutiger Junge hatte für die neue Werbung einen Pullover mit der Aufschrift "Coolest Monkey in the Jungle" getragen. Das Netz rastete aus und warf dem Unternehmen Rassismus und mangelndes Feingefühl vor. H&M reagierte umgehend und nahm den Hoodie vom Markt. Dennoch: Einige Exemplare waren schon verkauft worden. Und die haben nun ihren Weg zu Ebay gefunden - zu teilweise absurd hohen Preisen.

So berichtete der britische "Mirror" kürzlich von einem Verkäufer, der den Pulli tatsächlich für unfassbare 1600 Euro anbot. Inzwischen ist das Angebot gelöscht und auch Ebay hat reagiert. "Wir haben eine Entscheidung getroffen, diese Artikel zu verbieten, als diese Geschichte gemeldet wurde. Wir werden weiterhin bösartig aufgeführte Artikel entfernen", sagte ein Sprecher von Ebay in Großbritannien zum "Mirror".


H&M-Pulli für knapp 200 Euro

In Deutschland ist der Pullover aber weiterhin bei Ebay zu finden. So wird aktuell der grüne Hoodie bei einem Händler für den Preis von 195 Euro angeboten - rund zehn mal so viel wie er in einer H&M-Filiale gekostet hätte. "So in diesem Zustand eine Rarität", beschreibt der Verkäufer das Angebot. 

Nicht weniger makaber: Neben den original-Pullis von H&M, die meist für hohe Preise verkauft werden, haben auch Nachahmer das Geschäft entdeckt und bieten einen sehr ähnlichen Pullover mit dem gleichen Aufdruck für rund 20 Euro an. Zu diesem Preis war der Pulli ursprünglich auch von H&M angeboten worden. 

Der Rassismus-Skandal um den Pullover hatte weltweit für Wirbel gesorgt. In Südafrika waren sechs Filialen des schwedischen Konzerns verwüstet worden und mussten kurzzeitig geschlossen werden. Auch für das Model war die Situation schwierig. Die Familie des Jungen musste nach Anfeindungen das eigene Haus verlassen. H&M steckt derzeit in der Krise. Unlukrative Filialen und ein später Einstieg in den Onlinehandel belasten die Umsätze

Pikantes Detail: H&M muss Socken zurückrufen
kg
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