HOME

Iglo: Unilever ohne "blubb"

Der Konsumgüterkonzern Unilever kehrt zwar in die Gewinnzone zurück, verkauft jedoch die Marke Iglo und den größten Teil seines Tiefkühlkost-Imperiums. Grund: Ein Markenhersteller kann nicht billig produzieren.

Der niederländisch-britische Konsumgüterkonzern Unilever will sich von seiner Tiefkühlkost-Sparte trennen. Es gebe kaum noch Wachstumsmöglichkeiten für die vor allem unter der Marke Iglo bekannten Produkte, teilte das Unternehmen mit.

Es war keine Überraschung für die Fachwelt, als der niederländisch-britische Konsumgüterkonzern Unilever mitteilte, er wolle sich von seiner Tiefkühlkost-Sparte trennen. Das Unternehmen lieferte den Grund gleich mit: Für die vor allem unter der Marke Iglo bekannten Produkte gebe es kaum noch Wachstumsmöglichkeiten. Insgesamt sind von der Entscheidung etwa 3500 Beschäftigte in Europa betroffen, davon rund 1800 Mitarbeiter von Iglo Deutschland. Dabei ist die Produktion in Bremerhaven sowie Reeken im Münsterland, die Verwaltung bei der Zentrale von Unilever-Deutschland in Hamburg angesiedelt. "Die Produktion und das Geschäft laufen bis zum Verkauf weiter", sagte der Deutschland-Sprecher Rüdiger Ziegler. Der Speiseeisbereich Langnese sei jedoch nicht betroffen. Ob es bereits einen Kaufinteressenten gibt, blieb offen.

Nur Unilever Italien bleibt "frostig"

Nur in Italien behält Unilever den Tiefkühlbereich, der dort rund ein Viertel der Erlöse ausmacht. In Deutschland trägt die Tiefkühlkost rund ein Zehntel zum inländischen Gesamtumsatz von 2,4 Milliarden Euro bei. Unilever bekam im Tiefkühlbereich die Konkurrenz der Handelsmarken zu spüren. "Ein Markenhersteller kann nicht billig produzieren", hieß es in Hamburg. Seit Mai vergangenen Jahres werden beispielsweise bei den Iglo-Fischstäbchen nur noch Alaska-Seelachs-Filets aus bestandserhaltender Fischerei verwendet.

Nach dem Gewinneinbruch von 2004 konnte der Unilever-Konzern seinen Überschuss im vergangenen Jahr wieder um 21 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro steigern. Der Umsatz stieg weltweit um drei Prozent auf 39,7 Milliarden Euro. Hier half wieder ein gutes Geschäft in neuen Märkten, während die Entwicklung in Europa schwierig blieb. In Deutschland und Frankreich setzte Unilever zwei Prozent weniger mit Lebensmitteln um als 2004, in Russland dagegen gab es eine Steigerung um 20 Prozent. Die Marktanteile seien insgesamt stabil geblieben, so Konzernchef Patrick Cescau. Für das laufende Jahr zeigte er sich zuversichtlich.

angst vor Stellenstreichungen</zwit> Bei dem Sparprogramm "One Unilever" sei das Unternehmen im Plan, bis Ende 2006 Einsparungen von 700 Millionen Euro zu erreichen. Bis Ende 2007 sollen sich die Einsparungen auf eine Milliarde Euro summieren. Die operative Marge will Unilever von 13,4 Prozent im vergangenen Jahr weiter verbessern. Die Umstrukturierungen dürften 2006 allerdings Kosten in Höhe eines Prozent des Umsatzes in Anspruch nehmen. Gegen mögliche Stellenstreichungen hatten im Dezember in Hamburg und europaweit mehrere tausend Mitarbeiter protestiert.

DPA/AP

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.