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James Dyson: Der den Staub zähmte

Er hat den Staubsauger ohne Saugkraftverlust erfunden und sich dafür mit den Industriemultis angelegt. Mittlerweile scheffelt er Millionen, wurde von der Queen geadelt - und erfindet einfach weiter. stern.de erzählt James Dyson vom Frust als Antrieb, der Schönheit von Maschinen - und seinem nächsten Projekt.

Von Karin Spitra

Obsessionen drehen sich um viele Dinge: Frauen, Schuhe, Lack, Autos. Die Obsessionen des James Dyson waren andere: Bei ihm dreht sich lange Jahre alles um Staub und Schmutz. Der studierte Designer wurde mit Ingenieurskunst reich und berühmt: Er entwickelte die "Dual-Cyclone Technologie" und erfand so Anfang der 80er den Staubsauger neu. Indem er einen kleinen Wirbelwind (Cyclone) in den Staubsauger steckte, machte er die ekligen Staubsaugerbeutel überflüssig und nahm männlichen Allergikern noch die letzten Ausrede für deren Verweigerung als Haushaltshilfe. Überflüssig zu sagen, dass Dyson als Designer auch darauf schaute, dass der nun beutellose Staubsauger ein optisches Schmuckstück wurde.

Dass der Brite, Jahrgang 1947, den Siegeszug um die Welt ausgerechnet mit einem Staubsauger antreten würde, hat ihm allerdings niemand vorhergesagt. Er wuchs in einem akademisch geprägten Haushalt in Norfolk auf. Und eigentlich sollte er was "Ordentliches" studieren. "Nachdem mein Bruder es nach Cambridge geschafft hatte, konnte meine Mutter damit leben, dass ich an die Kunstschule gehe", erzählt Dyson. "Beim dritten Kind werden Eltern entspannter." Also studierte er am Londoner Royal College of Art Innenarchitektur und Möbeldesign. Gleich zu Anfang des Studiums verliebt er sich in seine Kommilitonin Deirdre, selbst Künstlerin, und heiratet sie. Teilt sich partnerschaftlich die Hausarbeit mit ihr - und ärgert sich über den ständigen Saugkraftverlust des Staubsaugers. Nimmt ihn auseinander und findet den Schuldigen: den Beutel. Ee entschließt sich, ihn besser zu machen, gegen alle Widerstände, besseren Ratschläge. Nur seine Frau hält zu ihm.

"Natürlich war ich ein Rebell", bestätigt der mittlerweile geadelte Sir James. "Aber ich war auch Künstler. Und Ingenieur. Ich wollte etwas erschaffen und ein bisschen Geld damit verdienen." Leicht wurde es ihm nicht gemacht: Banker lachten ihm offen ins Gesicht, mögliche Lizenznehmer und Investoren hatten kein Interesse an seinem Prototyp. Doch Dyson gab nicht auf: Mit der Entwicklung einer neuartigen Schubkarre und einer Hochgeschwindigkeits-Barkasse hatte er schon Erfolge verbucht und ein bisschen Geld gespart, nun kündigte er seinen Job und machte sich selbstständig. Dyson gab Sicherheit, Einkommen und Ansehen auf, um fortan im Schweinestall hinterm Haus mit Staub und Dreck zu experimentieren.

Sieg gegen den Erzrivalen

Wenn man ihn heute in seinem Büro in Malmesbury, Südengland gegenüber sitzt, in seinem Firmensitz aus Glas und Stahl, kommt immer noch etwas von diesem fast manischen Ehrgeiz der Anfangstage durch. Doch jetzt könnte sich Dyson eigentlich zufrieden zurücklehnen: Er hat mittlerweile Dependancen in 44 Ländern, hat Millionen seiner "Dysons" verkauft, ist mehrfacher Millionär und hat sogar den Erzrivalen Hoover erfolgreich wegen Patentverletzung verklagt. Eine späte Genugtuung für jemanden, der von sich sagt, dass er nur durch Widerstände und Frustrationen lernt: "Natürlich hat es mich erbost, als mir die Staubsaugerproduzenten von Electrolux bis Hoover die Tür vor der Nase zuschlugen - andererseits war es das beste, was sie für mich tun konnten." Denn Dyson ist - das gibt er unumwunden zu - stur wie ein Maulesel. "Mich interessiert es, wenn Dinge fehlschlagen - und warum sie es tun."

Das sei letztendlich auch für seinen Sieg ausschlaggebend gewesen. "Ich habe mich natürlich gefragt, warum mich die großen Konzerne ablehnen. Fast mein gesamtes Umfeld hat mich für verrückt erklärt, dass ich mich mit ihnen anlege. Und ich habe es nie ausgesprochen, aber innerlich wusste ich, dass sie meine neue Technologie nicht interessiert - und dass dies meine Waffe ist." Es seien selbstzufriedene alte Säcke gewesen, erzählt Dyson, zufrieden damit, Jahr um Jahr die ewig gleichen Dinge zu produzieren - ohne auch nur ein bisschen Liebe für das zu zeigen, was sie taten. Das war seine Chance, die er ohne Deirdre "nie hätte nutzen können. Sie stand die ganze Zeit hinter mir und hat mir den Rücken frei gehalten. Trotz der Schulden, obwohl ich anfangs den ganzen Tag hinterm Haus herumexperimentiere und abends dann total verdreckt und erfolglos hereinkam".

Frustration als Antrieb

Natürlich kann sich ein Typ wie Dyson nicht auf seinem Erfolg ausruhen. Er sucht ständig neue Herausforderungen. Nach einer Waschmaschine, deren Produktion er wieder einstellen musste, weil sie "noch" nicht kostendeckend umzusetzen war, hat er sich nun dem Händetrockner zugewandt.

"Ich bin da wie jeder andere auch", erzählt Dyson. "Ich drücke den Knopf, halte die Hände drunter, nichts passiert - und ich wische sie dann an der Hose ab und gehe raus." Unbefriedigend, aber selbst tausendfach erlebt. "Dann haben wir bei uns im Entwicklungslabor mit Luftmessern experimentiert - plötzlich war es naheliegend, die für einen Handtrockner zu nehmen." Sein Ansatz: Eine Art Luftmesser schabt von der Handoberfläche nicht nur die Nässe, sondern auch noch Bakterien ab. Der erste hygienische Handtrockner also. Der "Airblade", wie das Gerät nun heißt, sieht zwar etwas ungewohnt aus, soll aber bald an jeder Autobahnraststätte oder Flughafentoilette den Menschen das Leben erleichtern - zumindest, wenn es nach Dyson geht. "Jedes Produkt, das ich entwerfe, muss eines sein, das die Leute kaufen wollen. Das sie für ihr Heim, ihr Leben brauchen. Das ist mein Job - nicht der Verkauf." Deshalb tüftelt er noch immer an der Waschmaschine herum: "Die Leute, die eine gekauft haben, sind sehr zufrieden damit - jetzt müssen wir sie nur noch so produzieren, dass wir damit kein Geld verlieren, sondern welches verdienen", gibt sich Dyson nicht geschlagen. Doch erst einmal gilt seine Energie dem "Airblade" - ganz entkommt der Selfmade-Millionär seinen Obsessionen wohl nie.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(