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Kampf um Arbeitsplatzerhalt: Glos droht EADS

Die Bundesregierung will offenbar mit aller Macht gegen den drohenden massenhaften Abbau von Arbeitsplätzen in deutschen Airbus-Werken vorgehen. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos drohte der Airbus-Konzernmutter EADS mit dem Entzug von Rüstungsaufträgen für diesen Fall.

"Wir bestehen darauf, dass Deutschland als Hochtechnologie-Standort von Airbus - insbesondere im Rumpfbau - bestehen bleibt. Sollte das nicht der Fall sein, so müsste Deutschland seine Rüstungsaufträge bei der Airbus-Konzernmutter EADS überprüfen", sagte der CSU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Ohne das Engagement von Franz Josef Strauß gäbe es Airbus gar nicht", sagte der Minister unter Hinweis auf den langjährigen früheren CSU-Vorsitzenden.

"Den jetzt geplanten Abbau von Arbeitsplätzen und Hochtechnologie in Deutschland lassen wir uns unter keinen Umständen gefallen", fügte Glos hinzu. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff forderte eine Kapitalerhöhung bei Airbus: "Es dürfen jetzt nicht aus finanzieller Not heraus Entscheidungen getroffen werden, sondern wir müssen das fehlende Geld ins Unternehmen bringen. Das kann nur über eine Kapitalerhöhung aller Eigner gehen", sagte der CDU-Politiker demselben Blatt.

AP / AP
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