Keine Krise in Wolfsburg Kein Rausschmiss bis 2014


Der Volkswagenkonzern trotz der Krise und spricht für die 100.000 deutschen Beschäftigten eine Jobgarantie aus.

Bei Volkswagen scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Trotz Wirtschaftskrise und ungewisser Aussichten für die Autoindustrie: Die rund 100.000 Jobs bei VW in Deutschland sind bis Ende 2014 sicher. "Momentan sieht es so aus, als wäre das bei VW eine heile Welt", sagte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer.

Mit der Jobgarantie setzt Volkswagen im Branchenvergleich einen Maßstab. Die Wolfsburger strotzen derzeit vor Selbstbewusstsein: Sie haben sich in der weltweiten Branchenkrise besser geschlagen als die Konkurrenz und greifen Weltmarktführer Toyota an. Doch die ehrgeizige Wachstumsstrategie hat auch Risiken.

Im Schatten der Verhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie einigten sich VW und IG Metall darauf, die bis 2011 laufende Beschäftigungsgarantie zu verlängern. "Bis Silvester 2014 darf niemand herausgeschmissen werden", jubelte IG Metall-Bezirkschef Hartmut Meine am Dienstag.

VW schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle: Erst der Sieg in der Übernahmeschlacht mit Porsche, dann die zukunftsträchtige Allianz mit Suzuki - und Konkurrent Toyota ist wegen des Rückruf-Debakels schwer angeschlagen.

Bis spätestens 2018 will VW den japanischen Hersteller als weltgrößter Autobauer ablösen. Der weltweite Absatz soll bis dahin auf mehr als 10 Millionen Autos steigen. Im vergangenen Jahr waren es mehr als sechs Millionen Autos. Dies war ein Verkaufsrekord gegen den Branchentrend - auch wegen staatlicher Konjunkturprogramme wie der Abwrackprämie. Zudem profitierte VW von seiner Stärke im Boom-Markt China und seiner Schwäche im Krisenmarkt USA.

Andreas Hoenig, DPA DPA

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