Kita in Bangladesch geplant Metro poliert am Image


Der Handelskonzern Metro versucht, sein Image in Asien aufzupolieren. Er wird im Juli eine Tagesstätte in Bangladesch eröffnen. Der Konzern sieht sich in der Region immer wieder dem Vorwurf der Ausbeutung ausgesetzt.

Der Handelskonzern Metro eröffnet im Juli eine Tagesstätte für bis zu 60 Kinder in Bangladesch. Ziel sei, dass Textilarbeiterinnen Beruf und Familie besser vereinbaren könnten, erklärte Metro am Mittwoch in Düsseldorf. Errichtet werden solle die Einrichtung in der Region Narayanganj in der Nähe der Hauptstadt Dhaka, wo rund 300 Textilfabriken ansässig seien. Metro arbeitet demnach bei dem Projekt mit dem Verband der Textilfabrikanten von Bangladesch zusammen. In dem südasiatischen Land arbeiten demnach rund 1,2 Millionen Menschen in der Textilindustrie, der bedeutendsten Exportbranche. 70 Prozent von ihnen sind Frauen.

Die Hilfsorganisation Oxfam hatte Metro am Dienstag vorgeworfen, in Indien massiv gegen Arbeitsrechte zu verstoßen. Landarbeiterinnen bei den indischen Metro-Lieferanten erhielten eine geringe Bezahlung und bei sechs Tagen Arbeit nur einen halben freien Tag pro Woche. Metro wies die Vorwürfe zurück. Oxfam habe dem Unternehmen selbst bestätigt, dass es den Farmern in Indien Preise oberhalb der dortigen Marktpreise zahle.

Metro-Chef Eckhard Cordes erklärte am Mittwoch, der Konzern stelle sich der Verantwortung und dem Dialog mit seinen Kritikern. Metro sehe wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung als zwei Seiten einer Medaille. Nur ein profitables Unternehmen könne auch ein soziales Unternehmen sein.

AFP AFP

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