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Knapp 1200 Mitarbeiter betroffen: Karstadt schließt zehn Filialen

Der insolvente Warenhauskonzern Karstadt wird im Frühjahr zehn seiner derzeit noch 130 Filialen schließen. Betroffen sind mit insgesamt knapp 1.200 Mitarbeiter. Das teilte der Beauftragte des Arcandor-Insolvenzverwalters für den Warenhausbereich, Rolf Weidmann, am Dienstag in Essen mit.

Der insolvente Warenhauskonzern Karstadt wird im Frühjahr zehn seiner derzeit noch 130 Filialen schließen. Betroffen sind mit insgesamt knapp 1.200 Mitarbeiter. Das teilte der Beauftragte des Arcandor-Insolvenzverwalters für den Warenhausbereich, Rolf Weidmann, am Dienstag in Essen mit.

Die verbleibenden 120 Filialen mit mehr als 25.000 Beschäftigten sollen mit Hilfe eines Insolvenzplanverfahrens fortgeführt werden. Dabei handelt es sich um 86 Warenhäuser, 26 Sporthäuser und 8 Schnäppchencenter.

Der Insolvenzverwalter hatte in den vergangenen Wochen mit allen Karstadt-Gläubigern über Sanierungsbeiträge verhandelt. Dabei hatten zuletzt auch die Vermieter deutliche Zugeständnisse gemacht. Weidmann betonte: "Durch die Sanierungsbeiträge der Gläubigergruppen können wir einige Filialen bundesweit weiterführen, die ursprünglich auf unserer Prüflisten standen. Diese Filialen beschäftigen über 1.700 Mitarbeiter."

Nun soll Weidmann zufolge zügig ein Sanierungskonzept für die Warenhauskette erarbeitet und die Suche nach einem Investor aufgenommen werden. Beide Prozesse könnten bereits im Frühjahr 2010 erfolgreich abgeschlossen sein, prognostizierte er.

Für die von der Schließung betroffenen Mitarbeiter werde neben dem Angebot einer Transfergesellschaft auch geprüft, ob sie vereinzelt von den verbleibenden Häusern übernommen werden könnten.

Geschlossen werden sollen die Sport- und Multimedia-Filiale in Celle, das Technikhaus in der Dortmunder Kampstraße, Karstadt im Hamburger Elbe Zentrum, die Livingfiliale in Hannover, die Filiale "Alter Markt" in Kiel, das "Haus am Dom" in München, das Sporthaus in Recklinghausen, sowie die Karstadt-Häuser in Kaiserslautern, Ludwigsburg sowie Hanau am Freiheitsplatz. Drei der Schließungen hatte Karstadt bereits auf der Gläubigerversammlung am 10. November angekündigt. Damals war außerdem die Schließung der Multimedia-Fachmärkte in Berlin-Biesdorf, in Braunschweig und Stuttgart bekanntgegeben worden.

AP / AP
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