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Kommunale Kliniken Ärztestreik wird wohl abgeblasen


Zehntausende Patienten können wohl aufatmen: Wenige Tage vor Beginn des Ärztestreiks an 600 kommunalen Kliniken haben die Arbeitgeber mehr Gehalt und eine Einmalzahlung zugesagt. Damit könnte der Ausstand abgewendet werden.

Der für kommende Woche geplante Ärztestreik an den rund 600 kommunalen Kliniken in Deutschland wird voraussichtlich noch abgewendet. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) einigten sich auf Eckpunkte, die 2,9 Prozent mehr Gehalt und eine Einmalzahlung von 440 Euro vorsehen. Zudem soll es für Bereitschaftsdienste ab der 97. Stunde im Monat einen Zuschlag von fünf Prozent geben. Die Tarifgremien der Ärztegewerkschaft müssten aber noch zustimmen, sagte ein MB-Sprecher am Mittwoch in Berlin. "Es ist noch nicht ganz in trockenen Tüchern."

Tarifkommission entscheidet am Samstag

Die Gewerkschaft hatte 6 Prozent mehr Gehalt für die bis zu 50.000 Mediziner gefordert. Die VKA hatte 1,48 Prozent angeboten. Nach einem Votum der Kleinen Tarifkommission werde die Große Tarifkommission am Samstag in Berlin über die Eckpunkte und eine Rücknahme des Streiks entscheiden.

MB-Verhandlungsführer Lutz Hammerschlag sagte: "Die Eckpunkte sind ein guter Ansatz, um zu einem Tarifkompromiss zu kommen." VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg sagte, der angestrebte Abschluss lasse die Ärzte an der allgemeinen Lohnerhöhung teilhaben. Die Sondierungsgespräche seien kurzfristig anberaumt worden.

swd/DPA/AFP DPA

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