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Lokführer bei Bahn-Konkurrenten: Streikend in die neue Woche

Auf Deutschlands Schienen wird am Montag wieder gestreikt. Diesmal allerdings nicht bei der Deutschen Bahn, sondern bei der Konkurrenz im Regionalverkehr. Die befördert immerhin jeden fünften Pendler.

Pendler müssen sich zu Beginn der neuen Woche bundesweit auf Ausfälle im Regionalverkehr der sechs großen Bahn-Konkurrenten einstellen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kündigte am Sonntag Arbeitsniederlegungen für 24 Stunden an. Sie beginnen Montagfrüh um 2.30 Uhr. Bei der Deutschen Bahn (DB) wird nicht gestreikt. Betroffen seien die Strecken der Bahn-Wettbewerber bundesweit, ein Schwerpunkt sei Norddeutschland, sagte eine GDL-Sprecherin.

GDL-Chef Claus Weselsky kritisierte, die sechs Bahn-Wettbewerber Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn hätten trotz der bisherigen Streiks keine neue Gesprächsbereitschaft gezeigt. "Die Sturheit der Arbeitgeber führt dazu, dass der Tarifkonflikt erneut auf dem Rücken der Reisenden ausgetragen werden muss." Die Bahn-Konkurrenten kommen im Personennahverkehr auf einen Marktanteil von rund 20 Prozent. Sie wollen diesen in den kommenden Jahren verdoppeln.

Die GDL fordert einheitliche Standards für alle Lokführer der Branche. Mit der DB wird inzwischen wieder verhandelt - zuletzt am Wochenende, ein weiterer Termin ist für den 7. April vereinbart. Mit den privaten Güterverkehrsunternehmen hat die Gewerkschaft bereits eine Einigung erzielt.

ben/DPA / DPA