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Bahn und Germanwings: Streik-Nachwehen im Zugverkehr - Piloten rüsten sich

Auf einige Streik-Nachwehen müssen sich Bahnreisende noch einstellen, doch der Zugverkehr hat sich schon weitgehend normalisiert. Das sagt die Bahn. Die Piloten rüsten unterdessen für ihren Streik.

Nach dem Ende des Lokführerstreiks kehrt die Deutsche Bahn am Donnerstagmorgen wieder zum Normalbetrieb zurück. Der Verkehr sei "flächendeckend gut angelaufen", sagte eine DB-Sprecherin. Im morgendlichen Berufsverkehr müsse aber noch vereinzelt mit Verspätungen und Zugausfällen gerechnet werden. Bahnreisenden wird geraten, sich auf der Internetseite der Bahn oder über die Servicenummer (08000-996633) über mögliche Einschränkungen zu informieren.

Auf Reisende und Pendler kommt aber direkt eine neue Geduldsprobe zu. Die Piloten bei Germanwings lassen von Mittag an die Arbeit ruhen. Bei der Lufthansa-Tochter werden 100 von 500 Flügen gestrichen. Politiker rufen die zerstrittenen Tarifparteien zu einer schnellen Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.

Bei der Bahn ging nur noch wenig

Die Lokführer hatten ihren 14-stündigen Ausstand um 4 Uhr beendet. Durch den Streik wurde der Bahnverkehr weitgehend zum Erliegen gebracht. Zwei von drei Fernzügen fielen aus. In Mitteldeutschland kam der Regionalverkehr zum Teil zum Erliegen.

Die Gewerkschaft fordert von der Bahn fünf Prozent mehr Lohn und eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit um zwei Stunden. In dem Tarifkonflikt geht es aber vor allem um einen Machtkampf zwischen der GDL und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Sie streiten darum, wer für welche Mitarbeitergruppe die Verhandlungen führen darf. Die Bahn will konkurrierende Tarifverträge für eine Berufsgruppe vermeiden und fordert klare Zuständigkeiten.

Der Ausstand bei Germanwings soll zwölf Stunden dauern. In dem Tarifkonflikt mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) geht es um die Übergangsrente und Vorruhestands-Konditionen für Flugkapitäne. Germanwings fliegt in Deutschland die meisten Flughäfen außer Frankfurt und München an. Die Gesellschaft veröffentlichte einen Ersatzflugplan im Internet.

dho/AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters