HOME

Luftverkehr: Verbraucherschützer klagen gegen Billigairlines

Mehrere in Deutschland operierende Billigfluganbieter haben nach einem "Spiegel"-Bericht mit Unterlassungsforderungen und Klagen von Verbraucherschützern zu kämpfen.

Billigfluggesellschaften in Deutschland haben laut einem "Spiegel"-Bericht derzeit mit Klagen und Unterlassungsforderungen von Verbraucherschützern zu kämpfen. So laufe seit Mitte Februar vor dem Landgericht Hannover eine Klage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen gegen Hapag Lloyd Express, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin vorab. Die Verbraucherschützer wollten der Tochter des Touristikkonzerns TUI untersagen, für Flüge ab 19,99 Euro zu werben, "ohne darauf hinzuweisen, dass nur durchschnittlich neun von 144 Sitzplätzen für diesen Preis zur Verfügung stehen".

Ebenfalls Klage gegen BA

Eine ähnliche Klage liegt dem Bericht zufolge seit dem 2. Mai auch gegen British Airways und deren Billigangebote für London-Flüge vor. Bei Ryanair sei eine Abmahnung mit Unterlassungsforderung eingegangen, hieß es weiter: Verbraucherschützer monierten Ryanair-Angebote für Flüge von Frankfurt-Hahn aus ab 0,99 Euro, "ohne deutlich und unmissverständlich über die eng begrenzten Sitzplatzkontingentierungen aufzuklären".

Etliche Unterlassungserklärungen

Die Fluggesellschaften Eurowings, Intersky und Hapag Lloyd Express - letztere bezüglich der Werbung für eine Verbindung Berlin-Köln - hätten bereits Unterlassungserklärungen abgegeben, schrieb der "Spiegel". Demgegenüber habe Air Berlin eine Unterlassungsforderung erfolgreich zurückgewiesen. Sie habe darauf verwiesen, dass sie Billigplatzkontingente von bis zu 50 Prozent anbiete. Dies hätten die Verbraucherschützer nicht widerlegen können.