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Medien: Milliardär Saban kämpft weiter um KirchMedia

Der amerikanisch-israelische Medienmilliardär rechnet sich im Bieterverfahren um die insolvente KirchMedia gute Chancen aus, griff aber den Bieter-Konkurrenten Bauer Verlag an.

Der amerikanisch-israelische Medienmilliardär Haim Saban rechnet sich im Bieterverfahren um die insolvente KirchMedia weiter gute Chancen aus. "Wir sind interessiert. Wir sind seriös. Und wir sind sehr entschlossen, dieses Geschäft zu machen und zum Erfolg zu führen", sagte er in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Im Mittelpunkt seines Interesses steht laut Saban die Übernahme der Senderkette ProSiebenSat.1 und der Filmbibliothek.

Angriffe auf Bauer

Mit dem Heinrich-Bauer-Verlag, seinem Konkurrenten im Bieterverfahren, ging Saban hart ins Gericht. Er verwies auf die Erfolge mit seiner Senderkette Fox Family und seine guten Beziehungen nach Hollywood. "Stellen Sie sich bloß mal vor, eine Bauer-Delegation würde in Hollywood über Filmrechte verhandeln. Vergessen Sie's", zitiert ihn das Nachrichtenmagazin. "Mein Name steht für qualitativ hochwertige Familien- und Kinderprogramme." Dagegen verdiene Bauer sein Geld mit Blättern wie "Wochenend" oder "Praline".

"Besseres Angebot"

Zur angeblich kurz bevorstehenden Vertragsunterzeichnung zwischen Bauer und KirchMedia äußerte er sich skeptisch. "Es ist nichts unterschrieben, es ist noch nichts entschieden, und wir sind wieder mit im Spiel", sagte Saban. Sobald er über alle notwendigen Informationen verfüge, werde er dem Insolvenzmanagement der KirchMedia ein verbindliches Angebot unterbreiten, was sehr bald der Fall sein solle. Seine Offerte sei aber bereits jetzt "deutlich besser" als die des Heinrich-Bauer-Verlages, sagte Saban.