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BER-Pannenflughafen: Mehdorn berichtet über Machtkampf mit Technikchef

BER kommt nicht aus den Schlagzeilen: Ex-Chef Hartmut Mehdorn lag offenbar monatelang mit dem früheren Technikchef im Clinch. Trotz des hohen Preises soll der Flughafen seine Kosten wieder einspielen.

"Amann gab mir ziemlich zu Anfang zu verstehen, dass er mich da nicht braucht", so Mehdorn

"Amann gab mir ziemlich zu Anfang zu verstehen, dass er mich da nicht braucht", so Mehdorn

Machtkampf auf der Berliner Milliarden-Baustelle: Ex-Flughafenchef Hartmut Mehdorn hat am Freitag Vorwürfe seines damaligen Technikchefs Horst Amann erwidert. "Amann gab mir ziemlich zu Anfang zu verstehen, dass er mich da nicht braucht", sagte Mehdorn im Untersuchungsausschuss rückblickend auf seinen Amtsantritt vor zwei Jahren. Amann war da schon seit sieben Monaten auf der Baustelle. Vor zwei Wochen erhob er den gleichen Vorwurf gegen Mehdorn, um den monatelangen Machtkampf der beiden Manager im Jahr 2013 zu erklären. Mehdorn sagte, auch Amann seien zuvor Hoffnungen auf den Chefposten gemacht worden. "Insofern war da eigentlich vom Tag eins an ein bisschen Frust drin."

Laut Mehdorn werden Steuerzahler aber nicht auf der Rechnung für den neuen Hauptstadtflughafen sitzen bleiben: "Am Ende wird er sich selber tragen und seine Schulden tilgen". Den Zeithorizont dafür bezifferte er auf 25 Jahre. An deren Ende werde der Steuerzahler außer der Zwischenfinanzierung nichts bezahlt haben. Die Kosten für den drittgrößten deutschen Flughafen beziffert der Aufsichtsrat derzeit auf 5,4 Milliarden Euro, davon stammten 3 Milliarden Euro aus öffentlichen Kassen.

amt/DPA / DPA