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MESSE: Der Wirtschaftsfaktor IAA

Die IAA ist eine unverzichtbare Einnahmequelle für die Region - heuer wird eine halbe Milliarde Mark an zusätzlicher Kaufkraft erwartet.

Die Internationale Automobil- Ausstellung (IAA) ist nicht nur die größte Autoschau der Welt. Auch als Wirtschaftsfaktor spielt die mit Abstand besucherstärkste Messe Deutschlands eine wichtige Rolle. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet mit rund einer halben Milliarde DM zusätzlicher Kaufkraft in der Rhein-Main-Region.

200 Millionen Mark für die Show

Allein die 1.100 Aussteller aus 40 Ländern haben annähernd 200 (1999: 150) Millionen DM (etwa 100 Millionen Euro) investiert, um ihre glänzenden Modelle, Zulieferteile und Zubehör ins rechte Licht zu rücken. 10.000 Personen sind auf dem Messegelände schon seit Tagen im Einsatz, damit bis zum offiziellen Eröffnungsakt mit Bundeskanzler Gerhard Schröder am Donnerstag die Ausstellungsstände in bester Verfassung sind. Während der insgesamt 11 IAA-Tage sind sogar 25.000 Menschen rund um die Uhr auf dem Messegelände tätig.

Massenauftrieb an Berichterstattern

Vor allem große Namen wie DaimlerChrysler, BMW, Volkswagen und Ford sowie Opel/GM wollen mit neuen Konzepten die Kundschaft für ihre Modelle begeistern. Damit die Neuheiten rund ums Auto - darunter 57 Weltpremieren - in allen Teilen der Welt wahrgenommen werden, berichten rund 10.000 Journalisten aus dem In- und Ausland über die 59. IAA für Pkw.

Japan einer der wichtigsten Aussteller

Zu den wichtigsten Ausstellernationen gehören neben Deutschland vor allem Japan, Frankreich, die USA, Italien, Großbritannien, Schweden, Südkorea, Spanien und die Tschechische Republik. Während das Gros der knapp eine Million erwarteten Besucher nur eine Tagesreise an den Main unternimmt, füllen Beschäftigte und Helfer der Autohersteller sowie der gut 500 Zulieferfirmen die Hotels und Restaurants, benutzen Taxen und beleben das Nachtleben.

Messestandort bis 2005 gesichert

Die Frankfurter Messegesellschaft hat enorme Anstrengungen unternommen, die international beachtete Autoschau am Main zu halten. Die Ausstellungsfläche wurde auf nun 235.000 Quadratmeter (etwa 50 Fußballfelder) ausgeweitet. Darüber hinaus sicherte der Neubau einer auch architektonisch herausragenden Superhalle mit 36.000 Quadratmetern den Zuschlag für die nächsten IAA-Jahre 2003 und 2005. Seit 1957 findet die Automesse ununterbrochen in Frankfurt statt und hat mittlerweile mehr als 21 Millionen Autofans angelockt.

Logistische Herausforderung

Auch für die Polizei und die Verkehrsbetriebe ist die Mammutschau eine logistische Herausforderung. Obwohl im Vorfeld massiv für die Benutzung von Bahnen und Omnibussen geworben wird, erwartet die Polizei am voraussichtlich stärksten Besuchertag (22. September) eine Flut von 26.000 Pkw - trotz des europaweit ausgerufenen autofreien Tages. Angesichts der umfangreichen Vorbereitungen, einem ausgetüftelten Verkehrsleitsystem - und guten Erfahrungen 1999 - ist Einsatzleiter Alexander König zuversichtlich, dass die Mainmetropole einem Verkehrschaos entgeht. Da ausreichend Parkplätze vorhanden sind, gibt es für Falschparker keine Toleranz. »Es wird konsequent abgeschleppt«, kündigt König an. Damit ist auch das Geschäft der Abschleppdienste gesichert.

Wolf Pampel