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Millionenhilfe: Chiphersteller Qimonda vorerst gerettet

Der Chiphersteller Qimonda kann vorerst durchatmen. Das Wirtschaftsministerium in Sachsen hat ein neues Hilfspaket präsentiert. Demnach soll das Unternehmen Darlehen über 325 Millionen Euro erhalten.

Der Speicherchiphersteller Qimonda ist vorerst gerettet. Am Sonntag präsentierte Sachsens Wirtschaftsministerium ein Hilfspaket für die angeschlagene Firma. Es sieht Darlehen in Höhe von insgesamt 325 Millionen Euro vor. Geldgeber sind das Land Sachsen mit 150 Millionen Euro, die Qimonda-Mutter Infineon mit 75 Millionen Euro und das Land Portugal mit 100 Millionen Euro.

Die Portugiesen wollen sich über die Investitionsbank in Lissabon mit einem Darlehen an dem Rettungspaket beteiligen. Es ist an Auflagen geknüpft. Damit wollen sie ihr eigenes Qimonda-Werk bei Porto retten, das von Produkten aus Dresden abhängt.

Qimonda kämpft massiv mit Überproduktion und Preisverfall im Halbleitermarkt. Die Suche nach einen Investor blieb bislang erfolglos. Deshalb drohte dem Unternehmen die Pleite. Weltweit beschäftigt es rund 13 000 Mitarbeiter. Unabhängig von dem Hilfspaket sehen Sparmaßnahmen den Abbau von rund 950 Stellen beim Dresdner Qimonda-Werk mit derzeit rund 3000 Beschäftigten vor.

Dem Rettungsplan ging ein wochenlanges Tauziehen voraus. Infineon lehnte zunächst ein Rettungspaket von Sachsen ab. Das Land hatte einen Kredit von 150 Millionen Euro angeboten und von Infineon gefordert, denselben Betrag zur Verfügung zu stellen. Der Konzern wies das aber zurück.

Weitere Informationen über Quimonda finden Sie auch bei unserem Partner Sächsischen Zeitung online

DPA / DPA