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Ölkatastrophe im Golf von Mexiko: BP verliert 13 Milliarden Euro und seinen Chef

Schwarzer Tag für BP: Der Energiekonzern hat wegen der Ölpest im Golf von Mexiko einen zweistelligen Milliardenverlust verkündet. Und im nächsten Quartal drohen weitere Miese. Zudem bestätigte das Unternehmen den Rücktritt von Vorstandschef Tony Hayward.

Der britische Energiekonzern BP hat wegen der Ölkrise im Golf von Mexiko einen Rekordverlust erlitten und wie erwartet den Rücktritt von Firmenchef Tony Hayward verkündet. Wegen der Kosten für die Ölpest verbuchte das Unternehmen im zweiten Quartal ein Minus von 17,1 Milliarden Dollar (13,2 Milliarden Euro). Darin enthalten sind 32,2 Milliarden Dollar für die Kosten der Ölpest. BP verzeichnete damit den ersten Quartalsverlust seit 1992. Im den ersten drei Monaten des Jahres standen noch 6,1 Milliarden Dollar Gewinn zu Buche.

Die aufgeführten Kosten der Ölpest beinhalten die Ausgaben für die Eindämmung seit der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April bis Ende Juni. BP rechnete auch bezahlte und abschätzbare Verbindlichkeiten sowie die Einzahlung in einen Entschädigungsfonds ein. In diesen Fonds will der Energiekonzern auf Drängen von US-Präsident Barack Obama in den kommenden dreieinhalb Jahren 20 Milliarden Dollar einzahlen.

Im dritten Quartal könnten weitere Verbindlichkeiten hinzukommen, weil BP im abgelaufenen Quartal nicht alle erwarteten Kosten berücksichtigte. "Das Ausmaß und die Zeitspanne für mögliche Verpflichtungen in Bezug auf die Ölpest im Golf von Mexiko sind einem sehr hohen Grad an Unsicherheit ausgesetzt", hieß es im Quartalsbericht. BP kündigte zudem an, binnen 18 Monaten Vermögenswerte im Volumen von bis zu 30 Milliarden Dollar zu verkaufen.

Hayward soll anderen Direktorenposten erhalten

Mit der Trennung von Hayward zum 1. Oktober reagieren die Londoner auf anhaltende Kritik am Krisenmanagement bei der Ölpest. Seit der Bohrinsel-Explosion mit elf Toten wurde dem Konzern vorgeworfen, nicht entschieden genug gegen die Katastrophe vorzugehen. Hayward scheiterte in seiner Rolle als Chefaufräumer und Problemlöser. Er soll den Angaben nach zu TNK-BP wechseln, das russische Gemeinschaftsunternehmen von BP. Dort ist er als nicht-geschäftsführender Direktor vorgesehen.

Haywards Nachfolger wird wie erwartet der Amerikaner Robert Dudley. Seine Aufgaben sind es, den beschädigten Ruf des Konzerns zu reparieren und eine drohende Übernahme zu verhindern. Der 54-Jährige aus dem US-Bundesstaat Mississippi hatte von Hayward vor einiger Zeit bereits die operative Leitung bei der Eindämmung der Ölpest übernommen.

Engültige Versiegelung des Lecks für Anfang August geplant

Unterdessen rückt mehr als drei Monate nach Beginn des Öl-Dramas im Golf von Mexiko das entscheidende Kapitel im Kampf gegen das Leck näher. Geht alles nach Plan, wird die Quelle Anfang nächsten Monats endgültig gestopft. Am 2. August soll mit dem Manöver, das Experten "Static Kill" nennen, begonnen werden, sagte der Einsatzleiter der Regierung, Admiral Thad Allen. Dabei sollen Schlamm und Zement von oben so tief wie möglich in das Bohrloch gepresst werden, das seit Mitte des Monats provisorisch mit einer Kappe verschlossen ist.

Etwa fünf Tage später sei dann geplant, die Quelle durch eine Entlastungsbohrung, an der während der vergangenen Wochen gearbeitet worden war, quasi von unten ebenfalls mit Zement endgültig abzudichten. Ende nächster Woche könnte der Bohrkopf kilometerweit unter dem Meeresboden zu der alten Entlastungsbohrung durchstechen.

Während beim "Static Kill" lediglich das Innere des Rohres mit Zement gefüllt wird, verschließt der "Bottom Kill" auch den Zwischenraum, so dass sichergestellt werden kann, dass die Ölquelle endgültig versiegelt ist. Läuft alles nach Plan soll das Verfahren laut Allan im Laufe der zweiten Augustwoche abgeschlossen sein.

mad/kng/APN/DPA/Reuters/AFP / DPA / Reuters
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.