VG-Wort Pixel

Discounter Wie Penny und Netto versuchen, sich von Aldi und Lidl nicht abhängen zu lassen

Netto und Penny in Deutschland
Die Discounter Netto und Penny müssen sich etwas einfallen lassen, um gegen Aldi und Lidl zu bestehen.
© Picture Alliance
Sie sind die Discounter aus der zweiten Reihe: Penny und Netto drehen zum Jahresbeginn kräftig an der Preisschraube und rühren die Werbetrommel. Denn sie wollen sich weder von Edeka und Rewe, noch von Aldi und Lidl abhängen lassen.

Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Doch für die kleineren Discounter, wie Netto oder Penny, ist die ewige Übermacht von Aldi und Lidl aufwendig. Um sich von den Großen der Branche nicht abhängen zu lassen, müssen sie sich deutlich strecken.

Denn Aldi und Lidl haben im vergangenen Jahr gut zugelegt, berichtet die "Lebensmittelzeitung". Für Netto Grund genug, mit einem Mix aus reduziertes Preisen und verstärkter Werbung in die Offensive zu gehen. So angelte sich der Discounter den TV-Schuldenexperten Peter Zwegat als Werbegesicht. Dazu dreht Netto an der Preisschraube: Eigenmarken werden für einen kurzen Zeitraum von einer Woche leicht rabattiert. Dazu kommt Aktionsware, mit der Aldi Süd im vergangenen Jahr erfolgreich war, etwa mit besonders günstigen Preisen bei Coca-Cola Offenbar hofft Netto, dass Aldi bei kurzfristigen Preissenkungen nicht schnell genug mitziehen kann. "Die wollen das neue Jahr gleich stark beginnen", zitiert die "LZ" einen Insider aus dem Umfeld des Discounters. Laut dem Branchenblatt spreche einiges dafür, dass Netto die ausgebaute Markenstrategie von Aldi zu spüren bekommen habe. 

Penny will den Discounter-Krieg über den Preis gewinnen. Mit der "Nirgendwo günstiger"-Garantie verspricht der Discounter, dass Kunden, die einen Artikel bei Wettbewerbern günstiger gekauft haben, sich die Differenz auszahlen lassen können. 

Eine Kassiererin sitzt bei Aldi an der Kasse

Branche bereitet sich auf Abschwung vor

Der Fokus auf den Preis sei laut der "LZ" ein Zeichen dafür, dass sich die Branche auf eine Konjunkturabkühlung einstellt und sich somit auch die Konsumausgaben reduzieren. Sollte Deutschland einen weiteren wirtschaftlichen Abwärtstrend zu spüren bekommen, könnte die Zeit der Discounter schlagen. Doch auch abseits der Konjunktur blieben die Deutschen preissensibel. "Die Kunden legen nach wie vor viel Wert auf Qualität, aber sie darf nicht zu viel kosten", so der GfK-Marktforscher Robert Kecskes. 

Diesen Dauertrend kennen auch die Supermärkte Edeka und Edeka. Pünktlich zum Jahreswechsel locken auch sie mit besonderen Preisaktionen, um Kunden zu zeigen, dass sie auch dort günstig einkaufen können. 

kg

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker