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Waffenboom: Von Pfefferspray bis Anti-Migrantenknarren: Wie die Deutschen aufrüsten

Die Angst vor Terroristen und Flüchtlingen treibt die Deutschen an die Waffen. Der Fachhandel meldet Rekordumsätze. Pfefferspray wird sogar in Drogeriemärkten verkauft - und im Netz gibt es noch ganz andere Sachen.

Pfefferspray

"Nur zur Tierabwehr" muss auf den Sprühdosen stehen. In Notwehr darf man sich damit aber auch gegen Menschen verteidigen.

Silvester in Köln, Amok in München, Terror in Paris und Nizza, zuletzt ein Vergewaltigungsmord in Freiburg: 2016 befinden sich viele Deutsche im Verteidigungsmodus. Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der kleinen Waffenscheine um 63 Prozent gestiegen. Rund 450.000 Bürger dürfen nun offiziell Schreckschuss- und Reizgaswaffen mit sich führen. Im Umlauf sind aber viel mehr, weil jeder sie auch ohne Schein kaufen kann. Pfeffersprays sind in Deutschland ab 14 Jahren zugelassen. Die Nachfrage stieg Anfang des Jahres so rasant, dass sogar die Drogeriekette dm sogenanntes "Tierabwehrspray" ins Sortiment aufgenommen hat.

Dass nicht alle Käufer damit Tiere abwehren wollen, ist offensichtlich. Dafür muss man noch nicht mal die Kundenrezensionen auf Amazon lesen, wo ein ganzes Arsenal an Selbstverteidigungswaffen angeboten wird - von Schreckschusspistolen über Elektroschocker bis zu Abwehr-Sprays aller Art. "Wenn man alleine unterwegs ist in der heutigen Zeit, ist sowas schon ganz toll zu haben, man weiß ja nie wen Merkel da schickt", lautet ein aktueller Kommentar zum derzeitigen "Bestseller" unter den Pfeffer-Sprays. "Möchte meiner Familie Übergriffe à la Köln ersparen", schreibt ein anderer Käufer. Und einige geben sogar an, es extra am Menschen getestet zu haben, um sich von der Effektivität zu überzeugen.

Waffenfachhandel meldet Umsatzrekorde

Als Auslöser für den Waffenboom gilt die unrühmliche Silvesternacht von Köln, in der ein ungezügelter Mob rund um den Hauptbahnhof Frauen sexuell belästigte. Laut Ingo Meinhard vom Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB), ging der Waffenhype sogar schon etwas früher los - nach den Terroranschlägen von Paris im November 2015. "Damals haben die Bürger zum ersten Mal die Waffenläden gestürmt", sagt der VDB-Geschäftsführer. Genaue Verkaufszahlen erhebt die Branche bislang nicht, aber die Waffenfachhändler berichteten Meinhard von Umsätzen, die doppelt so hoch wie im Vorjahr lagen.

Nach den Silvestervorfällen habe die Nachfrage nach frei verkäuflichen Waffen noch einmal neue Rekordhöhen erreicht. Erst nach Karneval, bei dem größere Zwischenfälle ausblieben, legte sich der Ausnahmezustand ein wenig. Zu Silvester erwartet Meinhard erstmal keine neuen Rekorde: "Die meisten Menschen, die sich unsicher fühlen, sind mittlerweile versorgt." Bei dm verkauft sich Pfefferspray allerdings nach wie vor gut. In nahezu allen dm-Märkten verzeichne man weiterhin ein hohes Interesse, sagte der Chefeinkäufer der Drogeriekette kürzlich der "Welt".

Gegenstände aus der Handtasche

Irrationale Angst

Zählt man Sprays, Schreckschusswaffen, taktische Taschenlampen und Schrillalarme hinzu, so schätzt Meinhard die Zahl der in Deutschland im Umlauf befindlichen Waffen auf rund zehn Millionen. Dabei spricht selbst der Waffenlobbyist von einem "irrationalen Gefühl der Angst". Schließlich ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden, in Deutschland nach wie vor gering. Meinhard sagt aber auch: "Wenn ich eine Waffe kaufe, wirkt sie sofort. Weil ich mich sicherer fühle und selbstbewusster auftrete."

Wem das legale Angebot an Waffen nicht ausreicht, der bedient sich online im Schmuddelregal. Wie "Zeit Online" berichtet, haben in diesem Jahr Hunderte Deutsche illegale Waffen bei einem Shop namens "Migrantenschreck" in Ungarn bestellt. Dort gibt es Pistolen und Gewehre mit illegalen Hartgummigeschossen zu kaufen, ein Modell ist optisch einer Kalaschnikow nachempfunden. "Ohne lästige bürokratische Hürden oder ärgerlichen Papierkram", verspricht die Seite. Auf der Kundenliste entdeckte die "Zeit" unter anderem Steuerberater, Fleischer, Zahnärzte, Programmierer und vier Lokalpolitiker der AfD Hamburg. 

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(