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Bilanz 2017 Bei Rewe drückt die Übernahme von Kaiser's-Tengelmann auf den Gewinn

Rewe präsentiert Bilanz 2017
Rewe legte 2017 beim Umsatz kräftig zu
© Jochen Zick / Picture Alliance
Rewe konnte im Jahr 2017 den Umsatz erhöhen - doch das Plus von 6,7 Prozent ist teuer erkauft. Denn die Übernahme von Kaiser's-Tengelmann-Filialen und Modernisierungskosten drücken den Gewinn.

Rewe schließt das Jahr 2017 mit einem ordentlichen Umsatzplus ab. Um 6,7 Prozent stiegen die Umsätze auf 57,8 Milliarden Euro. Das teile der Rewe-Vorstandschef Lionel Souque am Dienstag in Köln mit, der den Posten im Juli 2017 von seinem Vorgänger Alain Caparros übernommen hatte.

Beim Gewinn allerdings muss der Kölner Handels- und Touristikkonzern Abstriche machen. Übernahmen und notwendige Modernisierungen drückten den Gewinn erheblich. "Durch die Kaiser's-Tengelmann-Filialen und den Sanierungsbedarf bei Sky haben wir eine temporäre Ergebnisbelastung", sagte Lionel Souque zur "DPA". Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte der Gewinn um 27 Prozent auf 338 Millionen Euro (Vorjahr: 463 Millionen Euro). Souque hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, dass er für das Jahr 2017 mit einem schmalerem Gewinn rechne.

Supermärkte sorgen für volle Kassen bei Rewe

Das äußert florierende Geschäft mit Lebensmitteln - auch getrieben durch die Übernahme von mehr als 60 Kaiser's-Tengelmann-Filialen und über 160 Sky-Märkten - sorgte 2017 für klingelnde Kassen bei Rewe. Stärkster Wachstumstreiber bei der genossenschaftlichen Gruppe war das deutsche Supermarktgeschäft mit einem überdurchschnittlichem Umsatzplus von 15,4 Prozent. Aus eigener Kraft wuchs die Sparte um 5,8 Prozent. "Im hart umkämpften deutschen Lebensmitteleinzelhandelsmarkt hat Rewe auch ohne die übernommenen Filialen das stärkste Umsatzwachstum der Supermarkt-Branche erwirtschaftet", so Souque.

Rewe: Milliarden für Expansion und Modernisierung

Dass der Gewinn deutlich schmaler ausfällt, bezeichnete Souque als temporär und erforderlich. Zwar legten die Supermärkte zu, doch der Markt ist umkämpft. Auch deshalb kündigte der Rewe-Chef an, in diesem Jahr rund 2,4 Milliarden Euro in Expansion, Ausbau und Modernisierung stecken zu wollen. Allein in Deutschland sollen dafür 1,5 Milliarden Euro fließen. "Indem wir dort investieren und modernisieren, verbessern wir unsere Wettbewerbsposition erheblich."

kg

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