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Saab: Chinesen kaufen Teile des schwedischen Autobauers

Der chinesische Autokonzern BAIC übernimmt nach Medienangaben Teile des schwedischen Autoherstellers Saab von General Motors (GM). Dazu gehören die Produktionsanlagen und der Eigentumsrechte an der Technologie für Saabs Mittelklassewagen.

BAIC soll das Recht zur Integration der anspruchsvollen Saab-Technologie in eigene Autos erworben haben. Dies umfasse unter anderem die Modellreihen 9-3 und 9-5 der Schweden einschließlich Motoren und Getriebe. Das berichtet die New Yorker Wirtschaftstageszeitung "Wall Street Journal" am Sonntag unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Das in Peking angesiedelte Unternehmen in kommunalem Besitz hatte sich bereits an einem gescheiterten Saab-Übernahmeversuch des kleinen schwedischen Sportwagenherstellers Koenigsegg beteiligt. Der Mutterkonzern GM hat für den Verkauf der seit 20 Jahren fast durchweg mit Verlust operierenden Tochter in Schweden eine Frist bis zum Jahresende gesetzt. Bei Saab sind noch etwa 3000 Menschen beschäftigt. Weder die schwedische Regierung noch Gewerkschaften in Stockholm wollten die Zeitungsangaben kommentieren. In den letzten Wochen galt es als zunehmend wahrscheinlicher, dass Saab entweder komplett abgewickelt oder stückweise verkauft wird.

Auch der niederländische Sportwagenhersteller Spyker ist am Kauf von Saab interessiert. Die Gespräche darüber liefen noch, sagte Spyker-Chef Victor Muller. "Wir sind mitten in den Diskussionen", erklärte er am Sonntag. Den Bericht über die Vereinbarung von GM mit BAIC bezeichnete er als gute Nachricht. Dabei gehe es um Anlagen für ältere Saab-Modelle.

DPA/Reiters / DPA
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