Sanierungskonzept Opel dementiert Abbau von 7600 Jobs


Mehr als doppelt so viele Stellen wie bisher angegeben sollten in Europa wegfallen und der Rettungsplan sei nicht mit dem Mutterkonzern in den USA abgestimmt. Diese Meldungen vom Donnerstagmorgen hat ein Opel-Sprecher jetzt zurückgewiesen und von einer ominösen Zahl gesprochen.

Der angeschlagene Autobauer Opel hat Berichte über einen angeblich geplanten Abbau von 7600 Stellen in Deutschland zurückgewiesen. Wie bereits kommuniziert sehe der Sanierungsplan den Abbau von 3500 Arbeitsplätzen in Europa vor, sagte der Sprecher des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) in Europa, Frank Klaas, am Donnerstag in Rüsselsheim: "Wenn man die 4100 Stellen bei Saab dazuzählt, die allerdings nicht mehr im GME-Verbund eingerechnet werden, dann landet man bei dieser ominösen Zahl."

Der Autobauer bleibt nach Aussage von Klaas außerdem bei früheren Angaben, wonach die Belegschaft einen Kostensenkungsbeitrag von knapp einer Milliarde Euro leisten sollen. Das solle sozialverträglich geschehen.

Der Sprecher widersprach zudem Berichten, wonach der Rettungsplan des Opel-Managements nicht mit General Motors in den USA abgestimmt sei: "Richtig ist, dass GM als Anteilseigner mit im Aufsichtsrat der Adam Opel GmbH sitzt." Das Gremium hatte den Plan verabschiedet, bevor er der Bundesregierung vorgelegt wurde.

Die "Rheinische Post" hatte zuvor gemeldet, das Sanierungskonzept der Opel-Führung sei nicht mit GM abgestimmt. Wirtschafts-Staatssekretärin Dagmar Wöhrl habe im Bundestags-Wirtschaftsausschuss gesagt, die Opel-Führung habe Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gebeten, den Rettungsplan bei seinem Amerika-Besuch Mitte März Finanzminister Timothy Geithner vorzustellen. Die Zeitung schrieb zudem, das bislang geheim gehaltene Konzept sehe die Streichung von 7600 Stellen in Deutschland vor.

DPA/Reuters


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