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Schwarzbuch: Modernde Brücken und morsche Linden: So irre verpulvert der Staat Steuergelder

Der Bund der Steuerzahler kürt jährlich die dreistesten Steuerverschwendungen der Politik. Auch in diesem Jahr verpulvert der Staat wieder Kohle für sinnlose Bauten, explodierende Baukosten - und reichlich skurrile Pannen.

Zuerst sollte diese olle Brücke durch einen Neubau ersetzt werden - dabei benutzt das klapprige Brückchen niemand mehr. Die Bürger protestierten - mit Erfolg. Jetzt will die Politik das Ding sanieren. Die Kosten wurden 2013 mit rund 37.000 Euro veranschlagt worden. Inzwischen dürfte sich das Vorhaben deutlich verteuert haben. "Politiker, die gegen den Bürgerwillen höchst überflüssige Projekte durchsetzen wollen, sollten sich daran erinnern, dass sie Volksvertreter sind und keine Sonnenkönige", so der Bund der Steuerzahler.

Zuerst sollte diese olle Brücke durch einen Neubau ersetzt werden - dabei benutzt das klapprige Brückchen niemand mehr. Die Bürger protestierten - mit Erfolg. Jetzt will die Politik das Ding sanieren. Die Kosten wurden 2013 mit rund 37.000 Euro veranschlagt worden. Inzwischen dürfte sich das Vorhaben deutlich verteuert haben. "Politiker, die gegen den Bürgerwillen höchst überflüssige Projekte durchsetzen wollen, sollten sich daran erinnern, dass sie Volksvertreter sind und keine Sonnenkönige", so der Bund der Steuerzahler.

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Der Bund der Steuerzahler hat seine jährliche Übersicht zu den in der Politik veröffentlicht. In dem Schwarzbuch listet die Organisation auf, wo ihrer Ansicht nach am dreistesten Geld der Steuerzahler verpulvert wird. Insgesamt finden sich 118 Fälle in der aktuellen Veröffentlichung. 

Laut dem Verbandspräsident Reiner Holznagel gehe die Politik zu sorglos mit den Steuereinnahmen um und verschwende Geld in Milliardenhöhe. Er forderte die neue Bundesregierung auf, schärfer gegen Verschwendung vorzugehen.

Auch in diesem Jahr sind explodierende einer der Kostentreiber. Fehlerhafte Planungen, Missmanagement, Nachlässigkeiten - aber auch Großmannssucht seien Gründe dafür. 

In unserer Fotostrecke stellen wir zwölf besonders teuere und absurde Steuerverschwendungen vor, die sich sicherlich hätten vermeiden lassen.

Aussichtslose Aussichten, klanglose Klangbrücken: Die haarsträubendsten Fälle von Steuerverschwendung in Bildern
Wurmfortsatz für 180.000 Euro: Der wunderhübsche "Lennebalkon" wurde für 180.000 Euro errichtet - eine Verlängerung einer Bahnhofsbrücke. In Finnentrop wird das Schmuckstück liebevoll "nutzloser Wurmfortsatz" genannt. Noch dazu gibt es bereits zahlreiche ähnliche Balkone in unmittelbarer Nähe über der Lenne. Statt einer sinnvollen Verbindung zum alten Ortskern habe man "für einen sechsstelligen Eurobetrag lieber eine Aussichtsplattform geschaffen, die den Normalbürger hinsichtlich der Kosten-Nutzen-Rechnung zum Verzweifeln bringt", schreiben die Freien Wähler Finnentrops in einer Pressemitteilung.

Wurmfortsatz für 180.000 Euro: Der wunderhübsche "Lennebalkon" wurde für 180.000 Euro errichtet - eine Verlängerung einer Bahnhofsbrücke. In Finnentrop wird das Schmuckstück liebevoll "nutzloser Wurmfortsatz" genannt. Noch dazu gibt es bereits zahlreiche ähnliche Balkone in unmittelbarer Nähe über der Lenne. Statt einer sinnvollen Verbindung zum alten Ortskern habe man "für einen sechsstelligen Eurobetrag lieber eine Aussichtsplattform geschaffen, die den Normalbürger hinsichtlich der Kosten-Nutzen-Rechnung zum Verzweifeln bringt", schreiben die Freien Wähler Finnentrops in einer Pressemitteilung.

kg