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Jedes Zweite mit Mängeln Stiftung Warentest prüft Kuscheltiere: "Mangelhaft" für Elsa und Peppa

Kuscheltiere
Kuscheltiere mit Mängeln: Unter anderem Eiskönigin Elsa und Peppa Pig fielen bei Stiftung Warentest durch die Sicherheitsprüfung
© Stiftung Warentest
Stiftung Warentest hat sich 22 knuffige Plüschtiere und Stofffiguren angeschaut – und kann nur die Hälfte empfehlen. Der Rest schwächelte in den Schadstoff- und Sicherheitsprüfungen. Disney rief seine Elsa-Puppe umgehend zurück.

Ein Kuscheltier hat's nicht immer leicht. Die Tierchen aus Plüsch und Stoff werden von ihren kleinen Besitzern mitunter ziemlich beansprucht, in den Mund genommen und mit vollem Körpereinsatz geliebt. Dementsprechend hohen Anforderungen an die Sicherheit der Kinder müssen sie genügen.

Im aktuellen Test der Stiftung Warentest schafften das bei Weitem nicht alle Kuschelkandidaten. Nur die Hälfte der 22 geprüften Stofftiere und -figuren können die Warentester bedenkenlos empfehlen. Der Rest schwächelte in den Sicherheitsprüfungen – acht Spielzeuge fielen sogar mit der Note "Mangelhaft" komplett durch. Die Schadstoffprüfungen fielen insgesamt zwar besser aus als im Vorgängertest vor fünf Jahren. Dennoch fanden die Tester wieder zahlreiche Mängel.

Flammschutz im Elsa-Schuh

Zu den durchgefallenen Artikeln zählte etwa eine Elsa-Puppe aus Disney's Märchenhit "Die Eiskönigin". In der Schaumstoff-Schuhsohle der China-Puppe fand sich ein gesundheitsgefährdendes Flammschutzmittel. Nach einer Bitte um Stellungnahme ruft Disney die Stoffkönigin zurück. Das gegenteilige Problem hat eine Plüsch-Katze von "Teddy Hermann": Sie fing im Test zu schnell Feuer. Der Hersteller konnte in seinen eigenen Prüfungen dagegen keine Auffälligkeiten feststellen.

Oft waren es nur kleine Details, in denen die Warentester großes Gefahrenpotenzial erkannten. Eine Peppa-Pig-Figur wurde mit abziehbarem Aufkleber auf dem Etikett verkauft, das Kleinkinder verschlucken können. Bei einem Einhorn stellten die sich leicht lösenden Glitzerpailletten ein Verschluckrisiko dar. Und die Leine eines Stoffhundes enthielt nicht nur mehr Schadstoffe als laut Spielzeugnorm erlaubt, sondern war auch so lang, dass für Kinder die Gefahr besteht, sich zu strangulieren. Als Reaktion auf das Testergebnis verkauft der Hersteller den Hund nun ohne Leine.

In zwei Fällen war nicht das Stofftier selbst das Problem, sondern die Verpackung. So kamen ein Teddybär und ein Stoffhase in einer zu dünnen Verpackungsfolie. Diese birgt die Gefahr, dass sie so eng auf Nase und Mund haften bleiben kann, dass Kinder ersticken können. Verpackungsfolien müssen daher laut Spielzeugnorm eine bestimmte Dicke einhalten. Auch in diesem Fall zeigte der Test Wirkung: Die ansonsten einwandfreien Kuscheltiere werden nun mit einer anderen Verpackung verkauft.

Den kompletten Test finden Sie kostenpflichtig auf www.test.de


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