HOME

Stuttgart-München: Bahn-Milliardenprojekt beschlossen

Für das Milliarden-Projekt eines unterirdischen Stuttgarter Hauptbahnhofs ist ein Durchbruch erzielt worden. Das seit Jahren umstrittene "Stuttgart21" sieht eine Verlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs unter die Erde sowie dessen Anbindung an die Hochgeschwindigkeitsstrecke bis Ulm vor.

Die Bundesregierung und das Land Baden-Württemberg haben sich über die Finanzierung des milliardenschweren Stuttgarter Bahnhofumbaus geeinigt. "Wir haben den Durchbruch erreicht", sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Berlin. "Wir haben eine politische Einigung." Näheres wollen die Beteiligten am Mittag in einer Pressekonferenz erläutern. Zu dem Gespräch, in dem es auch über den Bau einer Bahn-Schnellstrecke über die Schwäbische Alb ging, hatten sich Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) und Bahnchef Hartmut Mehdorn getroffen.

Kanzlerin Angela Merkel hatte zuvor gesagt, sie begrüße es, wenn nach über zehnjähriger Diskussion das Projekt auf die Reihe gebracht werde. Nach Angaben der Bundesregierung deutet alles darauf hin, dass Baden-Württemberg nicht nur den Bahnhofsumbau zahlt, sondern auch alle Rechnungen der Schnellstrecke bis 2016. Im Gegenzug soll der Baubeginn bereits 2010 sein und nicht erst 2016, wie es die Verkehrswegeplanung des Bundes vorsieht. Im einzelnen kommt "Stuttgart 21" auf 2,8 Milliarden Euro. Dafür wird aus dem Kopfbahnhof ein unterirdischer Durchgangsbahnhof, und dieser Hauptbahnhof wird an die Schnellstrecke angeschlossen. Zu "Stuttgart 21" zählt auch der Abschnitt Stuttgart-Wendlingen der ICE-Neubaustrecke Stuttgart-Ulm. Der Abschnitt Wendlingen-Ulm, der zweckmäßigerweise gleichzeitig in Angriff genommen werden soll, wird mit weiteren zwei Milliarden Euro veranschlagt.

AP / AP