Tarife Arbeitskampf im Osten geht weiter


Die IG Metall hat auch Donnerstag ihre Warnstreiks für die Durchsetzung der 35-Stunden-Woche in der ostdeutschen Metallindustrie fortgesetzt. Angeblich waren 1.450 Metaller im Streik.

Die Gewerkschaft IG Metall hat am Donnerstagmorgen ihre Warnstreiks für die Durchsetzung der 35-Stunden-Woche in der ostdeutschen Metallindustrie fortgesetzt. Nach Gewerkschaftsangaben folgten in Sachsen, Thüringen und Brandenburg rund 1.450 Beschäftigte dem Aufruf. In der Stadt Brandenburg/Havel ließen nach Angaben der IG Metall mehr als 800 Mitarbeiter der Brandenburger Elektrostahlwerke und der ZF Getriebe GmbH für mehrere Stunden die Arbeit ruhen.

Streiks in Eisenach, Erfurt und Zeithain

Im Eisenacher Bosch-Werk in Thüringen beteiligte sich mit knapp 400 Mitarbeitern die gesamte Frühschicht am Arbeitskampf, sagte eine Sprecherin der IG Metall. Weitere Aktionen waren für den Vormittag für die Umformtechnik Erfurt angekündigt. Rund 250 Beschäftigte der Werke Mannesmannring und Vallourec & Mannesmann in Zeithain (Sachsen) folgten nach Gewerkschaftsangaben dem Streikaufruf. Das entspreche der gesamten Frühschicht beider Betriebe. Auch in Sachsen-Anhalt soll am Mittag die Arbeit niedergelegt werden.

Montag geht's an den Verhandlungstisch

Gewerkschafter und Arbeitgeber wollen am Montag in Potsdam an den Verhandlungstisch zurückkehren. Erstmals wird dann für den gesamten Osten verhandelt. Die 310.000 Beschäftigten in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie arbeiten derzeit bei nahezu gleichem Lohn drei Stunden in der Woche mehr als ihre West-Kollegen. Die Arbeitgeber lehnen eine Verkürzung der Arbeitszeit ab. Sollten die Verhandlungen scheitern, bereitet die IG Metall die Urabstimmung für einen Streik vor.


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