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Telekom-Prozess: Sommer weist alle Vorwürfe zurück

Die Zeugenaussage Ron Sommers im Telekom-Prozess war mit Spannung erwartet worden. Doch der frühere Konzernchef ließ sich nicht aus der Reserve locken. Die milliardenschwere Voicestream-Übernahme sei erst nach dem dritten Börsengang eingefädelt worden.

Der frühere Telekom-Chef Ron Sommer hat vor Gericht den Vorwurf zurückgewiesen, den Anlegern beim dritten Börsengang im Juni 2000 Informationen über die milliardenschwere Übernahme des US-Mobilfunkkonzern Voicestream verschwiegen zu haben. Die Entscheidung für einen Kauf sei erst Mitte Juli 2000 erfolgt, sagte Sommer während des dritten Verhandlungstages im Frankfurter Prozess Tausender Aktionäre gegen die Deutsche Telekom AG.

Der Manager räumte aber ein, dass er vor dem Börsengang Gespräche mit Voicestream-Chef John Stanton geführt hat. "Das Treffen, das wir am 13. März in einem New Yorker Hotel hatten, war ein Abtasten vom Vorstand von Voicestream und uns." Dabei seien "hypothetische Szenarien" für ein Zusammengehen besprochen worden. Es sei aber nicht annähernd der Punkt erreicht worden, dass wirklich eine Übernahme zustande kommt.

Nach einem weiteren Treffen Ende März unterbreitete der Bonner Konzern Anfang Juni indes ein "informelles" Angebot für das US-Unternehmen, wie der Zeuge Sommer weiter sagte. Klägeranwalt Andreas Tilp äußerte Zweifel am Vorgehen der Telekom: "Der Deal war so konkret, dass man im Prospekt auf ihn hätte hinweisen müssen."

Sommer: Kaufpreis von 39 Milliarden Euro gerechtfertigt

Sommer hielt dagegen, dass die Telekom in den Monaten eine Reihe von Akquisitionsmöglichkeiten geprüft habe. Die Unterbreitung eines informellen Übernahmeangebots für Voicestream habe lediglich dem Zweck gedient, das Unternehmen "warm zu halten". Bis zur Entscheidung verhandelte der Bonner Konzern nach Sommers Angaben auch mit den US-Telekomfirmen SBC und Qwest, die allerdings erfolglos blieben. Mitte Juli habe er dann beschlossen, dem Erwerb der Firma Voicestream höhere Priorität einzuräumen. Am 23. Juli 2000 hätten dann Vorstand und Aufsichtsrat die endgültige Entscheidung zum Kauf gefällt.

Sommer verteidigte den hohen Übernahmepreis für den US-Mobilfunker, der laut Geschäftsbericht bei 39 Milliarden Euro in Aktien und Bargeld lag. Bei Ankündigung der Übernahme kam Voicestream - heute T-Mobile USA - auf 2,3 Millionen Mobilfunkkunden. Wichtig sei weniger der Blick in die Vergangenheit als der Blick nach vorne gewesen, sagte Sommer. Die Telekom habe sich als Gegenspieler zum größten Konkurrenten Vodafone positionieren und daher eine Präsenz in den USA aufbauen wollen. Weltmarktführer Vodafone verfügt nur über eine Minderheitsbeteiligung in den Vereinigten Staaten.

Anleger klagen auf 80 Millionen Euro Schadenersatz

In dem Frankfurter Prozess vor dem Oberlandesgericht wollen knapp 1700 Telekom-Anleger insgesamt rund 80 Millionen Euro Schadenersatz durchsetzen, weil nach ihrer Ansicht beim sogenannten dritten Börsengang Risiken verschwiegen worden seien - so der Kauf von Voicestream. Zudem argumentieren sie, dass das Unternehmen seine Immobilien in dem Börsenprospekt überbewertet habe. Das Gericht hat bereits erkennen lassen, dass es in diesem Punkt die Ansicht der Kläger nicht teilt. Die Telekom weist die Vorwürfe zurück und lehnte zum Auftakt des Prozesses vor einer Woche einen Vergleich ab.

Sommer, der heute als Berater für den Telekom-Großaktionär Blackstone aktiv ist, war zur Zeit des dritten Börsengangs im Juni 2000 Telekom-Chef. Damals kostete die Aktie 66,50 Euro beziehungsweise 63,50 Euro für Frühzeichner. Das Wertpapier hatte damals seine beste Zeit schon hinter sich. Nach dem Höchststand von 103,50 Euro am 6. März 2000 ging es stetig bergab, bis auf 8,14 Euro im Juni 2002. Seitdem kam das Papier nicht mehr über 20 Euro hinaus. Nach Sommer soll am 29. April auch dessen Nachfolger an der Telekom-Spitze, Kai-Uwe Ricke, vernommen werden.

DPA/AP / AP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(