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Theranos-Skandal: Sie galt als nächster Steve Jobs - nun wird ihre Bluttestfirma dichtgemacht

Elizabeth Holmes galt als Wunderkind, ihr Biotech-Start-up als das heißeste Ding im Silicon Valley. Dann entpuppte sich alles als riesengroßer Schwindel. Nun wird die Bluttestfirma Theranos abgewickelt.

Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes

Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes

Getty Images

Der Name Theranos steht für den größten Betrugsskandal des Silicon Valley. Mit dem Versprechen einer vermeintlich revolutionären Bluttest-Methode sammelte das Start-up Hunderte Millionen Dollar an Investorengeld ein - bevor sich alles als großer Bluff entpuppte. Nachdem bekannt wurde, dass die Methode weit weniger gut funktionierte als behauptet, brach die Firma zusammen.

Nun wird ein vorläufiger Schlussstrich unter das Kapitel Theranos gezogen. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, wird die Firma in den kommenden Monaten abgewickelt. Die verbliebenen Barreserven von etwa fünf Millionen Dollar sollen in den kommenden Monaten an die Gläubiger ausgezahlt werden. Ein kümmerlicher Rest, wenn man bedenkt, dass die Firma in der Spitze mit bis zu zehn Milliarden Dollar bewertet wurde.

+++ Einen ausführlichen Artikel über Aufstieg und Fall von Elizabeth Holmes und ihrer Firma Theranos können Sie hier nachlesen +++

Betrugs-Ermittlungen gegen Elizabeth Holmes

Die Theranos-Labore sind bereits seit Herbst 2017 geschlossen, ein Großteil der Mitarbeiter längst entlassen. Gegen die Gründerin Elizabeth Holmes - einst als jüngste Selfmade-Milliardärin der USA und nächster Steve Jobs gefeiert - läuft seit Juni eine Klage wegen Betrugs, die mit einer Gefängnisstrafe enden könnte. Auch gegen Holmes' frühere rechte Hand Ramesh Balwani wird ermittelt.

Weiteren Ermittlungen durch die US-Börsenaufsicht SEC entging Holmes im Frühjahr durch eine Vergleichszahlung von 500.000 Dollar. Zudem musste sie jegliche Anteile an den Resten ihrer Firma abgeben und sich verpflichten, in den kommenden zehn Jahren keine Managementposition in einem börsennotierten Unternehmen zu übernehmen. 

Elizabeth Holmes hatte Theranos im Jahr 2003 im kalifornischen Palo Alto gegründet. Die Biotechfirma elektrisierte Investoren mit dem Versprechen, einen Apparat entwickelt zu haben, der mit nur wenigen Tropfen Blut umfangreiche medizinische Analysen ermöglichte. Holmes, die bevorzugt im schwarzen Rollkragenpullover auftrat, wurde als Wunderkind gefeiert. Doch ab Herbst 2015 mehrten sich die Zweifel an der Wirksamkeit der Methode der geheimnisvollen Firma - auf den kometenhaften Aufstieg folgte der tiefe Fall und nun das Ende von Theranos. 

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