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Trotz Wirtschaftskrise: Wincor Nixdorf schlägt sich besser als erwartet

Der Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf schlägt sich in der Wirtschaftskrise besser als erwartet. Zwar habe im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 (per Ende September) die schwache Nachfrage im europäischen Ausland belastet, teilte der Konzern am Montag mit.

Der Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf schlägt sich in der Wirtschaftskrise besser als erwartet. Zwar habe im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 (per Ende September) die schwache Nachfrage im europäischen Ausland belastet, teilte der Konzern am Montag mit. Dank guter Geschäfte in Deutschland und den USA fielen die Umsatz- und Gewinneinbußen aber geringer aus als von Experten erwartet.

An der Börse wurde das entsprechend honoriert: Die im Nebenwerte-Index MDax notierte Wincor-Aktie legte um mehr als drei Prozent auf 48,49 Euro zu und setzte sich damit vom schwachen Gesamtmarkt ab. DZ-Bank-Analyst Thorsten Reigber schrieb in einem Kurzkommentar, er werde auf Basis der starken Quartalszahlen seine Prognosen sowie die bisherige Verkaufsempfehlung überdenken.

Wie Wincor mitteilte, schrumpften die Erlöse zwischen Oktober und Dezember um sechs Prozent auf 607 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) um 13 Prozent auf 49 Millionen Euro. Netto verdiente der Konzern mit 33 Millionen Euro lediglich zwei Millionen weniger als vor Jahresfrist.

Firmenchef Eckard Heidloff bekräftigte, auch im Gesamtjahr mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang etwa in Höhe des Vorjahres zu rechnen. "Kurzfristig erwarten wir weltweit ein unverändert schwieriges Marktumfeld." Der Rationalisierungsdruck bei den Kunden bleibe aber hoch. Wincor beliefert Banken und Handel mit Kassenautomaten und Software. Im Geschäftsjahr 2008/09 hatte der Konzern erstmals seit seinem Börsengang vor fünf Jahren Federn lassen müssen, trotzdem aber noch das drittbeste Ergebnis der Firmengeschichte verbucht. Bei einem Umsatzrückgang um drei Prozent auf 2,25 Milliarden Euro verdiente Wincor damals operativ 179 Millionen Euro, ein Minus von 13 Prozent.

Reuters / Reuters