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Übernahme: Deutsche Bank kauft Privatbank Sal. Oppenheim

Die Deutsche Bank kauft die angeschlagene Privatbank Sal. Oppenheim. Das Institut zahlt nach eigenen Angaben eine Milliarde Euro für die komplette Übernahme und wird zum Marktführer bei der Vermögensverwaltung.

Die Deutsche Bank übernimmt die in Bedrängnis geratene Privatbank Sal. Oppenheim. Damit steigt der heimische Branchenprimus zum Marktführer bei der Vermögensverwaltung auf. Für die komplette Übernahme der Sal.-Oppenheim-Gruppe werde eine Milliarde Euro gezahlt, teilte Deutschlands größte Bank am Mittwoch nach Abschluss eines Rahmenvertrages mit. Der Verkauf solle im ersten Quartal 2010 abgeschlossen werden.

An der Privatbank Sal. Oppenheim könnten sich die bisherigen Gesellschafter mit bis zu 20 Prozent beteiligen. Die Deutsche Bank sei lediglich an der Vermögensverwaltung von Sal. Oppenheim interessiert, die unter der traditionsreichen Marke fortgesetzt und ausgebaut werde.

"Durch die Transaktion stärkt die Deutsche Bank ihre Position im gehobenen Privatkundengeschäft insbesondere in Deutschland", teilte die Bank mit. Der Branchenprimus baut seit Monaten konsequent sein Privatkundengeschäft aus. Erst kaufte das Institut die Berliner Bank, dann die Norisbank und zuletzt die Postbank. Nun kommt das lukrative Geschäft mit den besonders Vermögenden hinzu.

Die Deutsche Bank rechnet zunächst mit einem Kaufpreis von 1,3 Milliarden Euro für die Einheiten. In Abhängigkeit von der Entwicklung bestimmter Risikopositionen könne sich der Preis auch erhöhen. Die Privatbank betreute Ende Juni 2009 rund 135 Milliarden Euro und zählt 4400 Mitarbeiter.

DPA / DPA