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UNTERNEHMEN: Sixt will Weg alleine gehen

Trotz Problemen will Autovermieter Sixt selbständig bleiben und nicht, wie einige Konkurrenten, den Schulterschluss mit einem Autokonzern suchen.

Deutschlands größter Autovermieter Sixt will trotz der derzeit schwierigen Lage selbstständig bleiben. Der Konzern wird nicht wie viele Konkurrenten unter das Dach eines Autokonzerns schlüpfen, erzählte Konzernlenker Erich Sixt in einem Interview in der Mittwochausgabe des »Handelsblatt«. »Nicht, solange ich Vorstand des Unternehmens bin.« Die großen Konkurrenten wie Hertz (Ford), Avis (General Motors) und Europcar (VW) sind mittlerweile an Autokonzerne angebunden.

Schwacher Gesamtmarkt

Vor allem der schwache Gebrauchtwagenmarkt macht dem Konzern derzeit zu schaffen. Die Sixt AG (Pullach bei München) rechnet für 2001 im Konzern mit einem Rückgang des Vorsteuer-Ergebnisses um 20 Prozent. Der Umsatz wird voraussichtlich um etwa zehn Prozent sinken. Die Prognosen werden aber erreicht, bekräftigte Sixt. Im kommenden Jahr hofft der Firmenchef, dass der Umsatz um 10 Prozent zulegt und der Gewinn um 15 Prozent.

Enges Verhältnis zu Daimler

Dem Sixt-Konzern werden enge Verbindungen zu DaimlerChrysler nachgesagt. Hier kauft der Autovermieter dem Bericht zufolge auch 40 Prozent seines Fahrzeugbestands. In den vergangenen Jahren waren immer wieder vereinzelte Übernahmespekulationen aufgekocht. Sixt betonte aber, dass es gerade die Stärke des Unternehmens ist, als einziger der vier großen Autovermieter unabhängig zu sein. Nur so kann Sixt die Fahrzeuge einkaufen, die er für richtig hält.

In den ersten neun Monaten war das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei Sixt um 18 Prozent auf 50,7 Millionen DM gesunken. Der Umsatz gab um 10,6 Prozent auf 3,35 Milliarden DM (1,7 Milliarden Euro) nach.