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VERKEHR: Bahn-Fahrplanwechsel ohne Probleme

Gute-Abend-Tickets werden zahlenmäßig begrenzt und aus Rentabilitätsgründen kam das Aus für 50 Interregios.

Der Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn AG ist am Wochenende problemlos über die Bühne gegangen. »Mittlerweile ist so ein Wechsel für uns Routine«, so eine Bahnsprecherin in Frankfurt am Main. Nennenswerte Verspätungen gab es nirgendwo in Deutschland, jetzt gibt es mehr ICE- Verbindungen. Viele der täglich 29.000 Nah- und 1.500 Fernverkehrszügen hatten am Sonntag Premiere. Gestrichen wurden aus Rentabilitätsgründen rund 50 Interregios. Der neue Fahrplan soll bis 14. Dezember 2002 gelten.

Neue Verbindungen

Frisch getauft startete der EuroCity 276 »Albert Schweitzer« in Frankfurt am Main erstmals nach Lyon. Auf der neuen Direktverbindung verkürzt sich die Fahrzeit nach Bahn-Angaben um 30 Minuten auf siebeneinhalb Stunden. In Lyon besteht Anschluss an die neue französische Hochgeschwindigkeitsstrecke des TGV Mediteranee in Richtung Marseille.

In Zwickau feierten Bahnchef Hartmut Mehdorn und Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf die neue ICE-Strecke Nürnberg-Dresden. Auf der knapp 400 Kilometer langen Strecke verkürzt sich die Fahrzeit damit nach Bahn-Angaben um rund 70 Minuten auf viereinhalb Stunden.

Teurere Tickets? Weniger - dafür pünktlichere und schnellere - Züge? Wo liegt die Zukunft der Bahn? Diskutieren Sie in unserem Bahnforum!

Neu ist auch die Verlängerung der ICE-Linie 8: Ab sofort fährt dieser Zug von München über Berlin nach Hamburg. Auch auf der Strecken Berlin-Hamburg werden mehr ICE eingesetzt und die Fahrzeit soll sich verkürzen.

Mitgefühl herrschte in Bayern für den Lokführer der weggefallenen Interregio-Verbindung von Oberstdorf über Regensburg nach Hof: Für seine letzte Fahrt erhielt er am Samstag symbolisch einen Trauerkranz.

Vergünstigungen werden begrenzt

Die Fahrt wir aber für manchen teurer. Die Bahn begrenzt die Menge der Guten-Abend-Tickets pro Zug, um das Problem überfüllter Waggons in Spitzenreisezeiten in den Griff zu bekommen.