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VERKEHR: Bahn streicht weitere Interregio-Linien

Die Deutsche Bahn AG will sich so schnell wie möglich von allen unrentablen Interregiolinien trennen. Profitable Verbindungen sollen zu IC- oder ICE-Linien »aufgewertet« werden.

Die Deutsche Bahn AG will sich so schnell wie möglich von allen unrentablen Interregiolinien trennen. »Zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember fallen mehrere Verbindungen im Fernverkehr weg«, sagte Bahn-Sprecher Gunnar Meyer der »Berliner Zeitung«. Verbindungen, die sich wirtschaftlich betreiben ließen, würden dagegen zu »IC- oder ICE-Linien aufgewertet«, sagte Meyer. Details wollte der Bahnsprecher nicht nennen.

Neun Verbindungen fliegen raus

Nach einer der »Berliner Zeitung« vorliegenden internen Bahnliste über »Veränderungen der Linien und Laufwege im Fernverkehr« sollen aus dem ursprünglichen Interregionetz insgesamt neun Verbindungen komplett für den Fernverkehr entfallen. Die anderen zehn Verbindungen würden zwar ebenfalls nicht mehr als Interregiostrecken betrieben, sollen aber zum Teil mit geänderter Linienführung als Intercity-Linien (IC) oder Intercity-Express (ICE) »aufgewertet« werden. Nach Angaben von Meyer umfasst das Interregionetz derzeit rund 15 Verbindungen.

Umstellung, wenn moderne Fahrzeuge verfügbar

Zu den Strecken, die »im Fernverkehr entfallen«, gehörten unter anderem Bad Harzburg-Hannover-Fredericia (Dänemark), Saarbrücken- Bremerhaven-Cuxhaven, Oberstdorf-Hof-Berlin, Stralsund-Frankfurt und Würzburg-München. Künftig als IC- und ICE-Linien betrieben werden sollen laut Zeitung unter anderem Hamburg-Stralsund, Bremen- Magdeburg-Leipzig, Schiphol (Flughafen Amsterdam)-Berlin, Dortmund- Kassel-Erfurt. »Diese Linien werden dann umgestellt, wenn wir dafür moderne Fahrzeuge zur Verfügung haben«, sagte Meyer. »Es fährt heute kein Fahrgast mehr stundenlang im Interregio von Berlin bis nach Frankfurt am Main«, begründete er den Rückzug aus dem Interregio- Netz.