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Stiftung Warentest: Im Test: Gute Staubsauger sind teuer, Billiggeräte enttäuschen

Die Europäische Union verlangt Staubsauger mit immer weniger Leistung, wird es da noch richtig sauber? Dieser Frage ist die Stiftung Warentest im neuen Staubsaugertest nachgegangen.

Staubsauger gehören zu den meistbenutzten Geräten im Haushalt.

Staubsauger gehören zu den meistbenutzten Geräten im Haushalt.

Im Test waren ausschließlich Geräte mit einem Stromverbrauch zwischen 650 und 900 Watt, sie erfüllen schon jetzt die zukünftigen Normen. Derzeit sind noch 1600 Watt erlaubt. Leider wurden die leistungsstärkeren Geräte nicht zum Test zugelassen. Man erfährt daher nicht, ob die neuen Geräte schlechter oder gleich gut abgeschnitten hätten. Da auch keine Messdaten zum Luftstrom veröffentlicht wurden, sind nicht einmal Rückschlüsse möglich.

 Aber: Die Warentester beschweren sich nicht über schlechte Saugkraft, also werden die Geräte des neuen Typs wohl auch nicht merklich schlechter sein. Bei mehreren Geräten bemerkten die Tester, dass sich die Staubsauger bei maximaler Leistung auf dem Teppich festsaugen und dann kaum noch zu bewegen seien. Leider ist das nur ein Zeichen für eine schlecht designte Bürste und kein Beweis für ein tolle Saugleistung 

Staubsauger der Mittelklasse

Getestet wurde der Gebrauch eines "unambitionierten Alltagssaugers". Für die Böden wurde stets die mitgelieferte Universalbürste benutzt, mal mit mal ohne ausgefahrene Borsten. Auf Spezialitäten wie etwa eine Hartbodendüse wurde verzichtet. Auch scheint der Alptraum aller Katzen- und Hundehalter, die Tierhaare, keine Rolle gespielt zu haben. Hierfür spezialisierte Düsen wurden nicht erprobt. Die Spanne der Geräte reicht von günstigen Modellen bis zur Mittelklasse. Sehr teure Geräte wurden nicht getestet. Dafür war der Test alltagsgerecht. Es wurde nämlich anders als beim offiziellen Test der Hersteller auch mit gefülltem Beutel oder Staubbehälter gesaugt.

Stiftung Warentest: Die fünf Spitzenmodelle im Staubsauger-Test
Teststieger mir Beutel wurde der Siemens Z 7.0 VSZ7333. Er kostet 196 Euro. Das Gerät kombiniert gute Saugeigenschaften mit einer sehr guten Zurückhaltung des Staubes. 

Teststieger mir Beutel wurde der Siemens Z 7.0 VSZ7333. Er kostet 196 Euro. Das Gerät kombiniert gute Saugeigenschaften mit einer sehr guten Zurückhaltung des Staubes. 

Gute Staubsauger ab 150 Euro

Wirklich billige Geräte schnitten durchweg nicht gut ab. Egal ob mit Beutel oder ohne: Erst ab etwa 150 Euro  kann man mit der Note "Gut" rechnen. Der Testsieger unter den Beutelsaugern der Siemens Z 7.0 VSZ73330 kostet 196 Euro, das zweitplatzierte Gerät, der Miele Complete C3 SGH1, sogar 234 Euro. Die ebenfalls guten Geräte von Fakir und AEG  kosten nur 150 Euro. Das beste Gerät mit Staubbox und ohne Beutel ist der Bosch Relaxx'x BGS5331 zum stolzen Preis von 280 Euro, den Samsung SC07F50HR gibt es für 154 Euro.

Die beiden Sieger, der Siemens Z 7.0 VSZ73330 und der Bosch Relaxx'x BGS5331 besitzen einen zusätzlichen Hepa-Filter. Allergiker sollten immer zu einem Gerät mit so einem Feinstaubfilter greifen. Bei einem Test machen diese feinen Partikel mengenmäßig kaum etwas aus, aber Sauger ohne diese Spezialfilter blasen diese Stäube einfach wieder in die Wohnung.

Energieeffizienzklassen bieten gute Orientierung

Geräte mit Beutel führen im Gebrauch zu weiteren Kosten, vor allem wenn man die Original-Filter erwirbt. Die Tester weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass das Reinigen und Leeren der Staubbox bei beutellosen Saugern immer recht unangenehm ist. Für Allergiker sind sie deswegen weniger geeignet.

Die Stiftung geht auch auf die neuen obligatorischen Energieeffizienzklassen bei Staubsaugern ein. Im Großen und Ganzen findet das staatliche Verfahren den Beifall der Tester, wenn sie auch ihre Testverfahren  für umfangreicher halten. In den Ergebnissen schnitten die Geräte im Punkt Staubrückhaltevermögen bei der Energieeffizienzklasse durchweg etwas besser ab, als bei den Prüfungen von Warentest. Unterschiede im Saugverhalten erklären die Tester damit, dass sie strikt mit der Universalbürste gesaugt hätten, während beim Energieeffizienzklassen-Test stets die geeignetste Bürste gewählt wird, die im Lieferumfang enthalten ist.

Den gesamten Test können Sie auf Test.de gegen eine Gebühr von 2,50 Euro nachlesen.



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