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Haushaltsgeräte: Beutelstaubsauger im Test – gute Ergebnisse gibt es schon für 100 Euro

Das Testmagazin "ETM" hat sich die Klassiker unter den Saubermachern angesehen und 14 Staubsauger mit Beutel getestet. Der Kobold VT300 ist das beste Gerät, aber sehr teuer. Gute Sauger gibt es zum Glück auch für viel weniger Geld.

Der Staubsauger mit Schnur und Beutel ist in Deutschland immer noch die Nummer eins.

Der Staubsauger mit Schnur und Beutel ist in Deutschland immer noch die Nummer eins.

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Das Testmagazin "ETM" hat sich die Klassiker unter den Saubermachern angesehen und 14 Beutelstaubsauger getestet.

Neben Zyklon-Geräten, Roboter-Saugern und akkubetriebenen Staubsaugern wirken die Beutelsauger fast ein wenig antiquiert. Aber wer wirklich sauber machen will, kommt an ein Gerät mit Schnur nicht herum. Akkusauger bringen einfach nicht die Leistung, die man für die Reinigung einer Wohnung benötigt, wie die Stiftung Warentest unlängst feststellte.

Bei einem Sauger mit Beutel muss man sich nicht mit dem Leeren der Zyklon-Trommel herumärgern. Kein Wunder, dass die Beutelgeräte in den meisten Haushalten noch ihren Dienst leisten. Großer Wert wurde im Test auf Handhabung und Zubehör gelegt.

Sehr gut und sehr teuer 

Kleiner Schock für Sparfüchse: Das beste Gerät im Test ist auch das teuerste.

Der Kobold VT300 belegt den ersten Platz und kostet satte 849 Euro. Der Kobold kombiniert den niedrigsten Stromverbrauch im Test mit den besten Saugergebnissen. Dazu trägt sicher die Elektrobürste EB400 bei. Hier setzt ein zusätzlicher Motor eine Bürste in Rotation, die den Schmutz aus dem Untergrund hebt. Wer ein solches Gerät einmal benutzt hat, weiß, dass das Reinigungsergebnis deutlich besser ausfällt als bei anderen Saugdüsen. Der moderne Kobold erkennt den Untergrund und passt automatisch die Saugleistung an. Man muss also nichts mehr unten an der Düse verstellen, wenn die Düse über einen anderen Untergrund gleitet.

Dazu hat er nette Features wie die Start-Stopp-Automatik. Die Beutel von Vorwerk erreichen Hepa-Qualität. Man muss also nur den Beutel wechseln und nicht noch weitere Filter im Blick behalten. Sechs Beutel kosten etwa 19 Euro, das ist noch vertretbar. Der Test bescheinigt dem Kobold zudem die beste Verarbeitung. Einziger Nachteil neben dem Preis: Das Gerät von Vorwerk ist relativ laut und schwer.

Die Oberklasse der Staubsauger

Deutlich billiger sind die Geräte auf dem zweiten und dritten Platz. Auch sie erreichen die Note "Sehr Gut". Nummer zwei ist der Philips Performer Umtimat FC8955/09. Er schafft ebenfalls sehr gute Saugergebnisse. Als nettes Zusatzfeature verfügt der Philips über Led-Leuchten an der Hartboden-Düse, so werden Ecken und unzugängliche Stellen ausgeleuchtet. Auch der Philips ist recht laut, der Stromverbrauch ist bei ihm hoch. Etwas nervig ist, dass er keine 360-Grad-Rollen besitzt. Der Sauger kostet 299 Euro. 

Der AEG Vx9-8IBM ist leichter und leiser als die beiden vorher genannten Geräte. Die Tester bescheinigen ihm eine gute Saugleistung. Die Gesamtnote ist "Sehr Gut". Der Preis liegt bei 384 Euro.

Alle drei Top-Geräte gehören damit preislich zur Oberklasse, wenn auch der Kobold noch einmal hervorsticht. Im Netz kann man übrigens nachlesen, dass die Käufer mit dem Gerät sehr zufrieden sind. Man muss sich den Vorwerk eben leisten können und auch wollen.

Zwei gute und günstige Staubsauger 

Wer nicht 300 Euro und mehr für einen Bodensauger ausgeben möchte, der sollte sich den Preisleistungssieger ansehen. Der Grundig VCC 7750 A bekommt die Note "Gut". Die Preisempfehlung beträgt fast 200 Euro, die Ladenpreise liegen aber bei nur 95 Euro.

Beim Thema Verarbeitung kommt der Grundig nicht mit den Top-Geräten mit, so etwas muss man bei dem niedrigen Preis in Kauf nehmen. Die Saugleistung ("Gut") und der Umfang an Zubehör kann sich sehen lassen. Der Kabel ist mit sieben Metern allerdings etwas kurz. Die Tester bemängelten auch, dass die Schnur etwas zu energisch eingezogen wird. Dafür ist er aber auch das einzige "gute" Gerät mit einem Preis von unter Hundert Euro.

Preisbewusste sollten sich unserer Meinung nach auch das Gerät von Miele (SBAP3, Classic,C1 Jubilee) ansehen. Es ist mit einem Ladenpreis von 123 Euro etwas teurer als der Sauger von Grundig, aber deutlich billiger als die vor ihm platzierten Sauger. Die Saugleistung wird als "sehr gut" bewertet, das Kabel hat eine Länge von 9 Metern. Der Sauger von Miele ist mit 5,8 kg angenehm leicht, dafür war er das lauteste Gerät im Test. Das Gewicht ist für viele Kunden ein wichtiges Kaufargument. Gerade Ältere wollen keinen Sauger von fast 10 Kilogramm durch die Wohnung tragen.

Den ganzen Test können Sie hier gegen eine Gebühr herunterladen. Neben einer ausführlichen Beschreibung finden Sie dort auch aufschlussreiche Detail-Fotos.


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