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Warentest: Stiftung Warentest prüft Staubsauger – bei Tierhaaren überzeugt keiner

Erstmals haben die Warentester versucht, Tierhaare aufzusaugen. Neun von 20 Saugern bekam die Note Gut. Doch es gibt auch wirklich schlechte Sauger im Regal, die schon im Test wegen eines Motordefekts ausfielen.

Das Leben mit einem Hund kann sehr gemütlich sein, wenn nur die Haare nicht wären.

Das Leben mit einem Hund kann sehr gemütlich sein, wenn nur die Haare nicht wären.

Unsplash

Stiftung Warentest hat Staubsauger mit Kabelanschluss unter die Lupe genommen. Sie saugen deutlich besser als die erst vor kurzem getesteten Akku-Sauger. Deren Ergebnisse waren schlicht desaströs.

+++ Lesen Sie hierzu: Akkusauger bei Warentest - acht von zehn Geräten können nicht saugen +++

Die gute Nachricht: Von 20 getesteten Kabelsaugern schnitten immerhin neun mit der Note gut ab.

Erstmals Tierhaare im Saugtest

Aber die Warentester führten eine neue Disziplin ein. Sie prüften, wie die Aufnahme von Tierhaaren klappte. Und hier war das Ergebnis weit weniger erfreulich: Mehr als ein befriedigend erreichte kein Sauger. Getestet wurden Sauger mit Beutel und beutellose mit Auffangbox. Die beiden besten Geräten ohne Beutel errichten bei der Disziplin "Tierhaare" nur ein Ausreichend. 

Tierhaare sind allerdings auch die Königsdisziplin der Bodenpflege, wie alle Tierhalter aus eigener Erfahrung wissen. Für den streng normierten Test wurde ein Tischtennisgroße Menge an Tierhaaren auf einem Stück Teppichboden verteilt. Das entspricht noch eher harmlosen Anforderungen: Die Haare wurden offenbar nicht in den Teppichboden "eingearbeitet" – so wie es in der Praxis passiert, wenn sich das Tier auf dem Boden wälzt. Auch waren die Testhaare sauber und trocken. Die Tester mussten dennoch ernüchtert feststellen: "Die Kandidaten saugten die Haare bestenfalls befriedigend ab, oft schlechter."

Für Hunde- und Katzenhalter bedeutet das: Auch mit Staubsaugern bleibt die Reinigung von Polstern, Teppichen und Teppichböden eine mühevolle Angelegenheit.

Gute Ergebnisse 

Doch sonst zeigten sich die peniblen Prüfer von den besseren Test-Kandidaten durchaus angetan. Auch mit der reduzierten Leistung von heute nur noch 900 Watt lassen sich gute Ergebnisse erzielen. Die Geräte waren auch relativ leise, die zuvor getesteten Akkusauger waren dagegen reine Krachmacher und dies trotz ihrer schwächeren Motoren. 

Das günstigste getestet Gerät, das gut abschnitt, war der DirtDevil DD7276 mit Beuteltechnik, er kostet nur 130 Euro. Das Gerät erreichte bei den Tierhaaren jedoch ein "Ausreichend". Gute Gesamtwertung und ein "Befriedigend" bei der Disziplin Tierhaare erreichten dagegen die Beutelsauger Miele SGSK3 Complete C3 Red für 279 Euro und Siemens VSZ7442S für 227 Euro.

Böse Patzer

Der Test machte aber auch deutlich, dass keineswegs jeder Markensauger gute Ergebnisse erreichte. Ein Beutelsauger von Rowenta versagte beim Langzeittest – bei gleich drei Geräten fiel der Motor nach 450 Stunden Gebrauch aus. Der getestete Sauger von Clartronic saugte ganz passabel, aber er behielt den Dreck nicht im Beutel. Ein großer Anteil des Feinstaubs wurde wieder aus dem Gerät geblasen. Wer damit saugt, wirbelt die feinen Partikel also nur einmal durch die Wohnung. 

Tierhalter müssen übrigens nicht verzweifeln. Im Bereich Tierhaare ist der Test allerdings nicht ganz fair, wie die Tester selbst anmerken. Denn geprüft wurden nur normale Haushaltssauger und keine speziellen Geräte für Tierhalter. Die sind mit einer Rotationsbürste ausgestattet, die vom Luftstrom angetrieben wird. Die drehende Walze bürstet die feinen Härchen aus dem Teppich.

Das beste Gerät im Test – Miele C3 – gibt es zum Beispiel auch in der "Cat und Dog"-Variante, mit Rotationsbürste. Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass eine derartige Bürste in der Praxis ein deutlich besseres Ergebnis als eine Standarddüse produziert. Unerreicht in der Wirkung sind allerdings Sauger, in denen ein weiterer Elektromotor die Bürste antreibt. Diese Sauger sind allerdings relativ schwer und arbeiten auch nicht gerade sanft.

Den gesamten Test können Sie auf Test.de gegen eine Gebühr nachlesen.

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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