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Warnstreik am Frankfurter Flughafen: Deutschlands größtem Luftdrehkreuz droht Chaos

Schon vor einem Monat war der Frankfurter Flughafen nahezu lahmgelegt. Jetzt droht erneut Chaos: Verdi kündigt für Donnerstag Warnstreiks an. Passagiere müssen mit Ausfällen und Behinderungen rechnen.

Am Donnerstag sollen die Frühschichten von sieben großen Flughäfen bestreikt werden, darunter Frankfurt am Main

Am Donnerstag sollen die Frühschichten von sieben großen Flughäfen bestreikt werden, darunter Frankfurt am Main

Im Februar legten die Sicherheitsleute am Frankfurter Flughafen ihre Arbeit nieder. Es gab keine Kontrollen mehr, tausende Fluggäste wurden nicht abgefertigt. Jetzt droht erneut Chaos an Deutschlands größtem Flugdrehkreuz: Im Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst will die Gewerkschaft Verdi den Rhein-Main-Airport am Donnerstag elf Stunden lang bestreiken.

Beschäftigte des einstmals öffentlichen Betreibers Fraport AG, sollen von 3.30 Uhr bis 14.30 Uhr die Arbeit ruhen lassen, wie eine Gewerkschaftssprecherin mitteilte. Betroffen sind Bodenverkehrsdienste und Abfertigung, Gepäckförderanlagen, Instandhaltung und Wartung. Mit Flugausfällen und massiven Behinderungen am größten deutschen Drehkreuz ist zu rechnen.

Lufthansa arbeitet an Ersatzflugplan

Die Frachttochter der Lufthansa hat sich mit ihren Planungen bereits auf Behinderungen eingerichtet, wie der Vorstandschef der Lufthansa Cargo, Karl Ulrich Garnadt, erklärte. "Wir rechnen schon mit deutlichen Einschränkungen des Betriebs in Frankfurt."

Die Flughafengesellschaft Fraport hatte am Montag an die Gewerkschaft appelliert, die Warnstreiks mit Augenmaß und mit Rücksicht auf die Passagiere auszuüben. Arbeitsdirektor Michael Müller hatte eine zeitliche Befristung des Warnstreiks verlangt. Zumindest ein begrenzter Flugbetrieb für den internationalen Luftverkehr müsse sichergestellt bleiben. Die Lufthansa als größter Kunde des Frankfurter Flughafens arbeitet an einem Ersatzflugplan.

Auch andere große Flughäfen betroffen

Verdi ruft auch die Beschäftigten anderer größerer Flughäfen für Donnerstag zu Warnstreiks auf. Dazu gehören neben dem Frankfurter Großflughafen die Airports in München, Köln-Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Stuttgart, wie der Bundesvorstand in Berlin mitteilte. Die Arbeitsniederlegungen betreffen die Frühschicht (bis maximal 14 Uhr).

fme/DPA/AFP/DPA

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