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Nach Skandal um Massenkündigungen: Hype-Bank "Number26": Zalando-Millionen für die Bankenrevolution

Die Online-Bank "Number26" hat erst kürzlich mit Massenkündigungen für einen Skandal gesorgt. Nun hat das Start-up 40 Millionen Dollar an Kapital eingeworben. Unter den Investoren: die Zalando-Chefs und der zweitreichste Mann Asiens.

Number26

Zum Angebot von "Number26" gehört die kostenlose Mastercard. Wer zu oft Geld abhebt, wird allerdings gekündigt.

Mit dem Slogan "Europas modernstes Girokonto" will die Online-Bank "Number26" den europäischen Bankensektor erobern. Einer breiten Öffentlichkeit ist das Start-up bisher aber vor allem durch negative Schlagzeilen bekannt: Anfang Juni kündigte das Berliner Unternehmen Hunderten Kunden das Konto, weil diese angeblich zu oft Geld abgehoben hatten. Die Maßnahme sorgte für große Empörung, zumal die Begründung erst Tage später hinterhergeschoben wurde.

Die Investoren hat das PR-Desaster aber offenbar nicht verschreckt. Am Dienstag vermeldete "Number26", das man bei einer Finanzierungsrunde 40 Millionen Dollar (rund 35,5 Millionen Euro) einwerben konnte. Die Riege der Investoren ist prominent: Angeführt wird sie von Horizons Ventures, der Investmentfirma von Li Ka-Shing, der als zweitreichster Mann Asiens gilt.

Die Zalando-Chefs Robert Gentz, David Schneider und Rubin Ritter steigen ebenfalls bei dem Fintech ein. Und auch die Geldgeber, die ohnehin schon an Bord waren - darunter der legendäre deutsche Facebook-Investor Peter Thiel -, erhöhen ihr Engagement noch einmal. Einschließlich der früheren Finanzierung hat "Number26" nun mehr als 53 Millionen Dollar eingeworben.

Internationale Expansion und verbessertes Angebot

Mit dem frischen Geld will "Number26" den Skandal um die Massenkündigungen schnell vergessen machen. "In dieser Finanzierungsrunde haben wir es geschafft, einige der weltweit führenden Investoren zu gewinnen", sagt "Number26"-Gründer Valentin Stalf. "Sie bringen die nötigen finanziellen Mittel und Netzwerke mit und ermöglichen uns, über die nächsten Jahre die europäische Bankenlandschaft nachhaltig umzukrempeln." Neben der internationalen Expansion hat die Firma auch neue Produkte in den Bereichen Sparen, Investment oder Kredit auf dem Zettel.

"Number26" hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 200.000 Kunden in acht Ländern. Das Angebot zielt voll auf Smartphone-Nutzer. Über die "Number26"-App können Kunden ein Konto direkt am Smartphone eröffnen und verwalten. Dazu bekommen sie eine Kredit- und EC-Karte für gebührenfreies Bezahlen und Abheben weltweit.

Die anfallenden Automaten-Gebühren übernimmt "Number26", daher sind Kunden, die sehr viel abheben für die Firma ein teures Verlustgeschäft. Derzeit erarbeitet das Unternehmen Verhaltensregeln für Kunden, um einen neuerlichen Skandal um Massenkündigungen zu vermeiden.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.