Mozartkugeln sind ein beliebtes Souvenir aus Österreich. Künftig könnte es jedoch einen Hersteller weniger geben, der die berühmten Pralinen produziert. Denn das Landesgericht Salzburg eröffnete am Dienstag das Konkursverfahren über den Süßwarenhersteller Salzburg Schokolade mit Sitz in Grödig. Das berichten mehrere österreichische und auch deutsche Medien.
Hersteller der "Echten Salzburger Mozartkugeln" von Mirabell bangt um seine Existenz
Die Salzburger produzieren neben zahlreichen anderen Süßwaren und Spezialitäten exklusiv für den US-Konzern Mondelez die "Echte Salzburger Mozartkugel" von Mirabell. Damit ist Salzburg Schokolade einer von mehreren Produzenten in Österreich, der die runden Pralinen herstellt.
Mozartkugeln sind kleine Schokokugeln mitNougat und Pistazien-Marzipan. Eingewickelt in eine Verpackung aus goldfarbener Folie mit einem Porträt des 1756 in Salzburg geborenen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart sind sie weltberühmte Spezialitäten der Alpenrepublik und damit seit Jahrzehnten sehr beliebt bei Touristen.
Genau das war zuletzt das Problem: Denn wegen der Corona-Pandemie gab es zuletzt deutlich weniger Reisende in Österreich, der Verkauf der Mozartkugeln litt darunter stark – genau wie viele andere beliebte Tourismus-Produkte in Österreich.
Zu den Umsatzrückgängen habe auch beigetragen, dass viele Feste und Veranstaltungen in der Pandemie nicht stattfinden konnten, hieß es. Auch bei solchen Festlichkeiten sind Mozartkugeln traditionell eine beliebte Süßigkeit. Da es weniger Familienfeste gab, wurden auch weniger Mozartkugeln im privaten Kreis verschenkt.
Ob in Österreich jetzt die Mozartkugeln knapp werden könnten, darauf hatten die Medien des Landes am Dienstag auch keine Antwort. Allerdings deutet darauf bisher nichts hin, da die kleinen Pralinen auch von anderen Produzenten hergestellt werden.
Aktuell laufen Gespräche darüber, wie und ob das Salzburger Traditionsunternehmen fortgeführt werden kann. Das hoffen im Moment die Mitarbeiter des Ende des 19. Jahrhunderts gegründeten Schoko-Produzenten – und vermutlich auch alle Naschkatzen aus dem In- und Ausland.
Quellen: "Der Standard", "Kleinezeitung.at", "Süddeutsche Zeitung"

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