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DHL, UPS, Hermes und Co. Stiftung Warentest testet Paketdienste – und wird von allen bis auf einen enttäuscht

Paketbote schiebt auf Sackkarren viele Pakete vor sich her
Einer Studie zufolge erhält jeder Deutsche im Schnitt 40 Pakete pro Jahr – Tendenz steigend
© Michael Gstettenbauer / Imago Images
Nach Black Friday ist vor Weihnachten: In den Wintermonaten November und Dezember haben Paketbot:innen besonders viel zu tun. Stiftung Warentest hat fünf Paketdienste getestet und einen klaren Favoriten benannt.

Bei den Paketdiensten herrscht Hochbetrieb: Aufgrund des Black-Friday- und Vorweihnachtsgeschäfts haben Paketbot:innen viel zu tun haben. Zu den am häufigsten in Deutschland genutzten Paketdiensten gehören DHL, Hermes, DPD, UPS und GLS.

Dieses Jahr hat jede:r Deutsche im Schnitt 40 Pakete erhalten. Das geht aus Berechnungen der Unternehmensberatung McKinsey & Company hervor. Während es im Jahr 2018 noch durchschnittlich24 Pakete waren, sollen es 2026 bereits über 50 Pakete pro Bürger:in und Jahr sein. 

Test: Transport von zehn Paketen mit zerbrechlichem Inhalt

Stiftung Warentest hat sich die verschiedenen Dienste genauer angesehen – und gravierende Unterschiede in der Qualität ihrer Arbeit und Arbeitsbedingungen festgestellt.

Im Rahmen des Tests transportierte jeder Paketdienst jeweils zehn Pakete mit zerbrechlichem Inhalt, darunter Vasen, Geschirr und Bilderrahmen. Zuvor wurden die Gegenstände einem Falltest aus 81 Zentimetern Höhe unterzogen, welchen alle unbeschadet überstanden.

DHL punktet mit vielen Filialen, besten Arbeitsbedingungen und Klimafreundlichkeit

Überzeugt hat Stiftung Warentest nur ein Paketdienst: DHL. Mit dem Qualitätsurteil "gut" (2,2) setzt sich der Anbieter deutlich von seinen Konkurrenten ab. 

Besonders drei Punkte heben DHL im Vergleich zu den anderen Paketdiensten ab: das dichte Netz an Filialen und Abgabestellen, die Möglichkeit, Pakete statt online stets auch in der Filiale zu frankieren und sein umfassendes Engagement für den Umweltschutz. Letzteres geht darauf zurück, dass DHL mehr klimafreundliche Maßnahmen als die anderen Dienste ergreift. Beispielsweise fährt die Hälfte der DHL-Zustellflahrzeuge elektrisch.

UPS und GLS sind Verlierer des Tests

Darüber sind laut Stiftung Warentest auch die Arbeitsbedingungen bei DHL am besten: Der Paketdienst arbeitet fast ausschließlich mit eigenen Mitarbeiter:innen, anstatt, wie die meisten anderen Dienste, mit Subunternehmen. Ebenso zahlt DHL bessere Löhne an seine Angestellt:innen. 

Paketlieferungen: Diese Rechte haben Sie bei Problemen mit Paketen

Am schlechtesten schnitten GLS und UPS ab. Zwei der von GLS zugestellten Sendungen kamen mit Schäden an, bei UPS eine. Zudem meldete UPS in vier Fällen technische Probleme mit der Umleitung von Paketen. Dafür gab es das Qualitätsurteil "ausreichend" für UPS (3,7) und GLS (3,6).

Quellen: Stiftung Warentest, Tagesspiegel, Tagesschau

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