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Kassenwechsel: Beitragserhöhungen: Wann ist Kassenwechsel sinnvoll?

Wer im Januar auf die Gehaltsabrechnung schaut, findet nicht selten einen höheren Krankenkassenbeitrag abgezogen. Jetzt ist der Moment gekommen um zu testen, ob eine private Krankenversicherung nicht günstiger wäre.

Nach dem Willen des Gesetzgebers dürfen gesetzliche Krankenkassen ihre Beiträge 2003 nicht erhöhen, wie die Verbraucherzentrale Hessen noch einmal betont. "Nur noch ausnahmsweise unter bestimmten Bedingungen sollen Erhöhungen möglich sein, zum Beispiel wenn die Leistungsfähigkeit einer Kasse gefährdet wäre."

Vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen

Eben deshalb haben vor dem Jahreswechsel noch sehr viele Kassen ihre Beiträge erhöht. Nun stellt sich für viele Versicherte die Frage, ob sie sich auf die Suche nach einer neuen und günstigeren Krankenkasse machen sollten. Denn: "Im Falle einer Beitragserhöhung besteht ein Sonderkündigungsrecht, die Versicherten sollten möglichst in dem Monat kündigen, in dem der erhöhte Beitrag zum ersten Mal zu zahlen ist."

Schon eine minimale Erhöhung läppert sich

Die Spanne der Beitragssätze reicht allein bei den gesetzlichen Kassen in Hessen von 11,8 bis 15,2 Prozent des Bruttomonatslohns. "Allein ein Prozentpunkt Beitrag weniger bei einem Bruttoeinkommen von 2.500 Euro bedeutet für den Arbeitnehmer 150 Euro Kostenersparnis pro Jahr." Entscheidend für den Wechsel einer Kasse sollte aber nicht der Beitragssatz allein sein, meinen die Verbraucherschützer.

Die Zusatzleistungen machen's aus

Wichtig ist auch: "Gesetzliche Kassen unterscheiden sich außer in den Beitragssätzen in ihrem Service und in den so genannten Zusatzleistungen, das heißt in Leistungen, die über den gesetzlichen Rahmen hinausgehen und die die Kassen in ihren Satzungen festlegen." Relevant könnten diese zusätzlichen Leistungen unter anderem für Familien mit Kindern sein, für chronisch Kranke und für Versicherte, die sich für alternative Heilmethoden, wie etwa Akupunktur interessierten.