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Zuhause-Policen: So sichern Sie ihr Eigenheim

Scheinbar immer häufiger wird Deutschland von Gewitterstürmen, Hagelschauern und sogar Tornados heimgesucht. Versicherungen können zwar keine Schäden am Eigenheim verhindern, aber ihre Folgen mindern.

Will man nicht den finanziellen Ruin riskieren, ist der Schutz der eigenen vier Wände gegen alle Arten von Schäden ein absolutes Muss. Als Basis-Schutz ist vor allem eine Absicherung gegen Feuer-, Sturm- und Wasserschäden sinnvoll, denn dadurch wird das eigene Zuhause am häufigsten in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem bei Feuer durch Kurzschluss, Blitzschlag oder auch Brandstiftung ist der Schaden oft gleich ein Totalschaden - mit entsprechenden finanziellen Konsequenzen.

Vorsicht in stürmischen Regionen

Eine Sturmversicherung ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Immobilie in einer, im wahrsten Sinne des Wortes, stürmischen Region steht und sich Bäume in der Nähe des Hauses befinden: Umgestürzte Bäume und herumfliegende Äste sind die häufigste Ursache für Schäden. Der Haken: Versicherer zahlen erst ab Windstärke 8. Richtet ein Sturm mit Windstärke 7 Schäden an, erhalten Betroffene nichts.

Auch eine Police gegen Hochwasser kann sinnvoll sein, wenn das Haus oder die Wohnung in der Nähe eines fließenden Gewässers steht. Diese Police kann zusammen mit der normalen Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden. Naturgemäß ist es schwierig, in klassischen Hochwassergebieten einen solchen Schutz zu bekommen. Auf jeden Fall verlangen viele Versicherer Prämienaufschläge. Trotzdem ist die Police unverzichtbar, um eventuelle Hochwasserfolgen finanziell abzumildern.

"Vollkaskoschutz" ohne Selbstbehalt

Die Höhe der Beiträge richtet sich bei Immobilien immer noch nach dem "Versicherungswert 1914". Damit wird der heutige Wert auf Basis einer historischen Entwicklung errechnet. Neuer ist die Beitragsbemessung nach Wohnfläche, Bauart und Ausstattung des Hauses, wobei die Police aber den gleichen Schutz bietet. Viele Gesellschaften bieten übrigens Tarife mit Selbstbeteiligung an, die aber nur dann Sinn machen, wenn der Beitrag dadurch um einige Prozentpunkte sinkt. Ansonsten ist der "Vollkaskoschutz" ohne eigene Beteiligung im Schadensfall sinnvoller.

Wichtig ist nicht nur, die Immobilie gegen Schäden zu schützen, sondern auch alles, was sich in der Immobilie befindet: den so genannten Hausrat. Die Prämie der entsprechenden Hausratversicherung berechnet sich nicht nur nach dem Wert der Wohnungseinrichtung, sondern auch nach dem Wohnort. So kostet die gleiche Wohnung in einer Großstadt meist mehr Prämie als auf dem Land. Der Grund: Die Versicherer teilen die Städte und Gemeinden nach Risikoklassen auf. Wird in einer Region häufiger eingebrochen, steigt die Prämie.

Grundschutz meist identisch

Der bei den meisten Versicherern identische Grundschutz deckt Schäden durch Feuer, Blitzschlag, Explosion, Einbruch, Raub, ausgelaufenes Leitungswasser, Sturm und Hagel ab. Mehr als zwei Euro pro Quadratmeter im Jahr sollten auch in teureren Regionen nicht gezahlt werden. Wer mehr als diesen Grundschutz braucht - etwa, weil sonst teure Wertsachen nicht versichert wären -, muss ganz genau die Bedingungen studieren und sich ein konkretes Angebot machen lassen: Nur so ist sichergestellt, dass im Schadenfall auch wirklich alles bezahlt wird.

Weitere Policen sind für Grundstückseigentümer nicht unbedingt erforderlich. Eine Grundbesitzerhaftpflichtversicherung zum Beispiel ist bei selbstgenutzten Immobilien überflüssig: Eventuelle Schäden sind in der Regel über die private Haftpflichtversicherung abgedeckt. Wer das Geld investieren will, kann noch über den Abschluss einer speziellen Rechtsschutzversicherung für Wohnungen und Grundstücke nachdenken. Günstige Policen sind als Ergänzung zu einem normalen Rechtsschutzvertrag für den privaten Bereich schon ab 35 Euro Jahresbeitrag zu bekommen.

mit DDP